von beinahe vier Monaten ausmacht. Das europäischeBankhaus acceptirt den Wechsel, weil ihm mittels Ver-pfändung durch das Connosscmcnt (Ladeschein) die Waareso lange als Bürgschaft dient, bis ein Käufer für diese ge-funden ist, welcher seinerseits den Kaufpreis wiederum inGestalt eines nach drei Monaten zahlbaren Wechsels ent-richtet; dieser Wechsel wird dem Bankhans, welches die ersteTratte acceptirt hat, an Zahlung gegeben. So geht dieSache weiter vom Großhändler in der Seestadt zum Groß-colonialwaarenhändlcr der Binnenstadt, und von diesem mit-telbar oder unmittelbar zum Krämer. Letzterer verkauftnun freilich gegen baar (in der Regel wenigstens); aberwenn er heute 100 Pfund Kaffee vom Grossisten kauft,so braucht er vielleicht einen Monat, um den Centner vondieser Sorte zu verschleißen. Hat er auch ein eigenes Ka-pitälchen, so hat er das nöthig für sein kleines Haus, seineLadeneinrichtung, die Vorlage der Unterhaltungskosten fürsich, die Scinigcn und Gehülfen, bis zur Zeit, da ein ersterGewinn von einigem Umfang erzielt ist. Wer mehr Kapi-tal als so viel hat, der wird sich schon nicht begnügen, einenkleinen Spezcreikram zu errichten; er wird nach einem gro-ßem Geschäft trachten, denn je mehr er eigenes Kapital hat,desto mehr kann er in Crcditform dazubekommen.
Den meisten Lesern wird diese Darstellung nur Bekann-tes erzählen, aber sie werden zugestehen, daß bei all denfein zugespitzten Abhandlungen, die über die Bankfragc ihnenzu Gesicht gekommen, diese einfachen Vorgänge zu sehr imHintergrund, wenn nicht gar in völliger Vergessenheit blei-ben, obgleich sie eigentlich die breiteste und wichtigste Vor-