zu Gelde zu machen, indem sie dieselben an andere Dis-contanten weiter abtreten. Wer Geld auf kurze Zeit be-weglich und verzinslich anlegen will, ist auf das Discontircnvon Wechseln hingewiesen. Börsenpapiere, auch die besten,eignen sich schon deshalb nicht für seinen Zweck, weil auchdie solidesten im Preise täglich schwanken und er beimWiederverkauf am Preis mehr einbüßen kann als die zwischen-zeitlich zugekommenen Zinsen ausmachen. In der geschil-derten Lage sind große Gesellschaften, hauptsächlich Eisen-bahnen, Versicherungsanstalten n. dgl. Aber ihre schwebendenMittel würden lange nicht ausreichen, um alle Wechsel auf-zunehmen, welche aus dem Gesammtumschlag aller großenund kleinen Geschäfte täglich entstehen. Dieser Aufgabe Ge-nüge zu leisten, bedarf es solcher Geschäfte, welche berufs-mäßig ihre Kraft ganz oder theilweisc darauf verlegen,Wechsel vor Verfall unter Abzug der Zinsen Anzuthun. Essind dies eben die Bankhäuser in ihren verschiedenen Ab-stufungen von dem kleinen Geldwechsler einer Provinzialstadtvierten Ranges bis aufwärts zu den großen Geldinstitutenauf Aeticn, welche in den Mittelpunkten des Handels sitzen.
Dabei ist jedoch zu bedenken, daß von tausend Geschäften,welche das Discontircn von Wechseln zu ihrem Beruf machen,099 nicht im Stande wären, darin eine lohnende Thätigkeitzu finden, wenn sie sich darauf beschränkten, mit ihremStammkapital zu arbeiten. Nehmen wir an, die Durch-schnittszeit der Wechsel, welche ein Bankier discontirt, wärezwei Monate, so wird er sein Kapital sechsmal im Jahrumschlagen. Wenn er dabei — vorausgesetzt gute kauf-männische Vorsicht — ein Jahr ins andere 4 h^ ProccntZinsen macht, so ist das schon mehr angenommen als die
B.iml'erger. 2