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regelmäßige Zufluß; die zweite Schicht ist der Sichcrheits-übcrschuß über die vorschriftsmäßige Drittcldeckuug; die dritteund letzte endlich ist diese Drittcldeckuug selbst, und je nachdem Drang der Zeiten ist eine jede dieser Schichten bestimmt,in Angriff genommen zu werden.
Wenn wir nun sagen, der Streit der Praktiker undder Schulen dreht sich hauptsächlich um die Abgrenzung derNothdeckung (und diese Thatsache wird niemand bcstrciten),so ist daraus der Schluß zu ziehen, daß der Schwerpunktder ganzen Untersuchung in der Prüfung der Nothständeliegt. Für das tägliche Brot muß selbstverständlich dasregelmäßige Geschäftsgetriebe sorgen, und wer gegen dessenAnforderungen verstieße, würde zu bald die Verlegenheitempfinden, als daß man ihm zwingende Vorschriften zumachen nöthig hätte. Haben wir deshalb oben bereits ge-funden, daß das ganze Geheimniß der Bankwissenschaft inder Frage liegt: wie ist die größtmögliche Gewißheit für dieEinhaltung des Zahlungsvcrsprcchens herzustellen? so ver-engert sich jetzt für uns dies Geheimniß abermals zu derFrage: wie ist den Nothständen am sichersten zu begegnen?Und auch hierauf unsern obigen Satz anwendend, behauptenwir: die Bank, welche am besten für Nothstände ausgerüstetist, ist die beste, erfüllt ihren wahren Zweck und wirkt auchnach allen andern Seiten hin besser als jede andere.