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dircction, die in „Homburg vor der Höhe" sitzt, fließen na-türlich ganz andere Quellen als die der commcrzicllcn Er-fahrung.
Nächst den Wechselopcrationcn gestatten sich die solidenBanken noch Vorschüsse auf gewisse Sicherheiten, aber immerauf beschränkte Zeit, in der Regel sogar auf kürzere als dreiMonate. Zunächst auf Edelmetalle, und zwar zu ganz ge-linden Bedingungen; das Warum bedarf keiner Erklärung.Sodann auf Wertpapiere; natürlich nur auf solide undsolche, die jeden Augenblick am Markte versilbert werdenkönnen, wenn der Pfandschnldncr zahlungsunfähig wird.Wir sagen: „jeden Augenblick", verstehen das aber nur fürden Fall, daß der Pfandschnldncr als Einzelner verhindertwäre, seine Verpflichtung zu erfüllen. Solche Papiere da-gegen, die in Massen gegen Baar vertauscht werden könnten,wenn ein großer panischer Schrecken eintritt, gibt es nicht,und gelänge es doch, sie zu verkaufen, so wären die Käuferhöchst wahrscheinlich Besitzer von Baarmitteln, die bereitszu ihrer Verfügung in der Bank lägen und den Baarschatznicht vermehrten. Daher wird eine gute Bank zwar mitMaß Vorschüsse auf sichere Papiere und kurze Zeit machen,allein doch diesen Zweig immer nur als einen sccundärcnbetreiben. Eine Bank, die mehr Vorschuß- als Diskonto-geschäfte machte, wäre auf dem Holzwege. Endlich leistetund genießt die Bank Dienste, indem sie in laufender Rech-nung unverzinsliche Einschüsse annimmt und den Berech-tigten gestattet, in beliebigen Anweisungen darüber zu ver-fügen. Diese Einschüsse bilden eine Hauptgucllc ihrer täglichverfügbaren Kapitalien; die Nothwendigkeit, deren Rückzahlunggerade so wie die Einlösung der Noten prompt leisten zu