DAS DORF OBKR-SI’ECIIHACH.
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offizielle' Statistik auf dem Gemeindearchivo nicht vor-gefunden haben.
Was die Frage der rationellen Cultur betrifft, so mussman bekennen, dass der Umtrieb hier im Allgemeinen rationellgeschieht, aber dessen ungeachtet noch immer verbessertwerden könnte, wenn nur die Mittel hierzu vorhanden wären.
Wir freuen uns, sagen zu können, dass in Ober-Spechbach die Wohlthat der Drainage allgemein anerkanntund dieselbe auch durch die bemittelten Landwirthe ein-gerichtet wird.
Wie viele befinden sich aber in dieser günstigen Lage?Der Mangel au Mitteln wird gewiss ein llaupthinderniss seinzur baldigen Verwirklichung dieser so nothwendigen Meliora-tionen; auch hier würde das genossenschaftliche Vorgehenzur Errichtung einer systematischen Drainirung die bestenWirkungen hervorbringen. Einzeln sind erstens die Kräftenicht ausreichend und zweitens kann der Einzelne die Arbeitennicht wirksam ausführen: wenn das eine Grundstück Wasserablässt, bekommt es das tiefer liegende.
Die Wiesen sind hier allgemein in sehr gutem Zustande.Sie werden mit der grössten Sorgfalt gedüngt oder über-gründet; man wendet mit Vorliebe den Bachschlammdazu an, von dem wir den Hüttenheimern vorwerfen, dasssie ein so kostbares Düngmittel unbenutzt liegen lassen.
Der aufgeworfene Grund der Strassengräben wird auchinsgesammt auf die Wiesen gebracht, und die Maulwurfs-haufen werden hier mit dem Rechen oder mit der Egge ver-scharrt. Viele Landwirthe flechten zum Zweck der Ent-fernung des auf nassen Wiesen wachsenden Mooses Dornen-gebüsch in die Zähne einer schweren Egge, und sie sindzufrieden mit den Erfolgen dieser Arbeit, welche ohne grosseMühe die ehedem so schwierige Moosentfernung bewirkt, undzugleich die Vertheilung des aufgebrachten Düngers, der inHaufen auf der Wiese liegt, ausführt. Der Wiesenbau isthier ein mustergültiger.
Ein Mangel, der auch hier gefühlt wird, und dem bereitsdurch Gründung eines Syndikats an den Leib gegangen wird,ist der Mangel an guten Feldwegen. Es ist dies heutzutage,