DAS DORF OBER-SPECH BACtt.
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unregelmässig, und stimmen nicht immer mit den Stück-grenzen überein, so dass oft ein Tlieil eines Grundstücksim andern Banne zu liegen kommt. Die Parzellirung gehthier nicht häufig unter 8 Ar hinunter.
Vertheilen wir nun noch die Gemarkungsfläche aufHaushaltungen, so erhält jede der 90 Haushaltungen vonOber-Spechbach einen Antheil von 4,30 Hektar, der, wiewir wissen, nicht ausreicht, eine Familie (Vater, Mutter, dreiKinder) zu erhalten.
Mit den Besitzungen der Ober-Spechhacher in denNachbargemeinden gestaltet sich das Durchschnittsverhältnissetwas besser. Es seien die Besitzungen zusammengezähltden Lesern mitgetheilt:
Ina
fl
m
Gemeinde Euschingen . .
4.
65.
18 Aecker
„ Brünigliofon .
5.
20.
70 „
„ Nieder-Spechbach
7.
22.
51 „
( 2.
46.
„ Bernweiler . .
\ 44.
7.
65 Wald
„ Ileidweiler . .
2.
95.
49 meistens Rebland
„ Galfingen . . .
14.
38.
85
Zusammen
80.
96.
38.
Hierzu landw. b. Boden .
375.
49.
— in der hiesigen
Gemarkung, gibt . . .
456.
45.
38.
Nichtlandw. ben. Boden .
3.
36.
Summa
459.
81.
38.
Auf die Familien der
Gemeinde
vertheilt, ergibt sich
ein nicht ungünstiger Vertheilungsquotient mit 5 Hektar10 Ar.
Jedoch auch hier fällt die Thatsache ins Auge, dassdie Gemarkung zu klein ist im Verhältniss zur Zahl derDorfbewohner.
Dass es in früherer Zeit damit besser bestellt war, könnenwir nicht bestimmt bejahen, da uns hierüber auf hiesigemArchiv keine statistischen Mittheilungen vorliegen. Wirglauben es jedoch; denn überall im Eisasse war die Be-völkerung eine weniger dichte; erst im Laufe unseres Jahr-
A. HEKTZOÜ, Bäuerliche Verhältnisse. 2