18
l. ABSCHNITT.
hunderts hat sie sich auf solche Höhe geschwungen. Dieskonnte sie nur Dank dem wirtschaftlichen Aufschwüngeunseres Landes seit dem Anfänge unseres Jahrhunderts bisauf unsere Tage.'
Alles in Allem ist die Besitzvertheilung hier keine un-günstige. Dies wird noch mehr ciuleuchten, wenn wir dieBonitätstabelle der hiesigen Gemarkung ansehen.
Was die Bonitätsverhältnissc der Aecker und Wiesender fremden Gemarkungen anbelangt, so ist zu sagen, dassdiese sehr gut sind in den Bannen von Nieder-Spechbach,Brünighofen, Euschingcn und Beinweiler; in der Gemarkungvon Galfingen sind allein die Wiesen guter Natur, deren Be-wässerung eine vorzügliche, die Aecker nicht so guter Be-schaffenheit, als diejenigen der andern genannten Ortsmarken.
Nach Aussage des Bürgermeisters von Galfingen besassenhiesige, reiche Bürger in frühem Zeiten sehr viele Aecker,beinahe die Hälfte der Gemarkung, welche sie aber nachund nach veräusserten, um Boden in besserer Lage dafüreinzukaufen, oder um das Geld anderswo rentabler anzulegen.
Ausserdem ist die Gemarkung von Galfingen diejenigeder Umgegend, worin die Parzelliruug am weitesten geht.
Wie ein künstlich geschlungenes Netz sehen auf derFlurkarte dieser Gemeinde die Grenzlinien der zahllosenParzellen aus.
Hieran dürfte wohl die hügelige Beschaffenheit desTerrains mit Schuld sein. Es ist die Gemarkung, deren Terri-torium entschieden am meisten durchschnitten ist von zahl-reichen und tiefen Bodeneinsenkungen.
In den anderen Gemarkungen der genannten Dorf-schuften ist die Parzellirung bei Weitem nicht so bedeutend,besonders in Euschingen und Brünighofen weisen die Flur-karten noch sehr grosse Parzellen auf.
Der Güterankauf in der Ortsmark vou Galfingen wärealso kein recht wirthschaftlicher mehr von Seiten derhiesigen Landwirfhe. Man sieht dies auch ein; sie werdenimmer weniger, die hiesigen Besitzer in jenem Banne.
Wir kommen nun auf die Bonitätsverhältnisse der