DAS DORF OBKR-SPECIIDACH.
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zu hin, um sie genügend zu beschäftigen, sowie auch nicht,uni sie zu erhalten.
Darum nehmen die Pachtgüter auf der GemarkungOber-Spechbachs einen nicht unbedeutenden Umfang ein.
Yon Privatgütern sind ungefähr 40 Hektare, Gemeinde-güter sind im Betrage von 10 Hektaren Ackerlandes und19 Hektaren Wieseugrundes, zusammen 29 Hektare, ver-pachtet. 69 Hektare sind somit überhaupt in Pacht gegeben,in Prozenten ausgedrückt: 18,40°,/o der landwirthsehaftlichbenutzten Bodenfläche.
Es ist dasselbe Yerhältniss, wie dies für den ganzenKreis angegeben ist in den Antworten der Enquete-Kreis-kommission : ungefähr Vs des landwirthsehaftlich benutztenAreals.
§ 6 .
Kaufpreise und Pnchtbcdingungen.
Die Parzcllirung und die Kleinheit des landwirtschaft-lichen Besitzes erwecken hier, sowie auch in Hüttcnhoimeine rege Kauflust.
Was die landwirtschaftliche Enquete für den ganzenKreis hierüber mittheilt, das gilt mit vollem Recht auchspeziell für unsere Gemeinde Ober-Spechbach.
„Yiele wenig Bemittelte sind bestrebt, eigene Wirt-schaften zu gründen. Yiele ldeiue und mittlere Landwirtesind eifrig bestrebt, ihren Grundbesitz fast um jeden Preiszu vergrössern. In Folge dessen ist die Nachfrage nachkäuflichen Grundstücken ungewöhnlich gross.“
Besonders sind es hier die bestgelegenen Lagen, welcheim Falle eines Angebots sehr geschätzt werden und jetztnoch willig Abnehmer finden, zumal von Seiten nebenanbesitzender Bauern.
Was wir über die nicht berechnende Kauflust der Iliitten-heimer Landwirte berichten werden, das Hesse sich wörtlichauch für Ober-Spechbach wiederholen.
So wohnten wir einer Vergantung einiger Güterparzellenbei, in welcher das Ar bis auf den hohen Punkt von 40Mark hinaufgeschraubt wurde. 4000 Mark pro Hektar!