das Dorf ober-spechbach.
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Ob und um wie viel diese Preise zu hoch sind, werdenwir durch die noch mitzutheilenden Rentabilitätsrechnungenbeantworten.
Auch hier, sowie überall im Eisass, waren die Güter-preise, besonders Anfangs der 70 r Jahre bedeutend höherals jetzt. Das Verlntltniss, um welches die Preise damalshöhere waren, wird auf circa 15—20 °/o angegeben.
Auch haben wir hier dieselben Ursachen dieser wirt-schaftlichen Erscheinung, wie in Huttenheim; wir kommendaher auf diesen Punkt zurück.
Die Ertragsfähigkeit der Güter ist ferner noch gesunkendurch die Lohnerhöhung, sowie durch den Einfluss der aus-wärtigen Konkurrenz, dann auch durch einige schlechte Ernte-jahre, die in allen Theilen des Elsasses ihre unheilvolleWirkung fühlen Hessen.
Die Güter werden hier zum grössten Theile parzellen-weise verkauft; dieser Umstand ist auch Schuld, dass diePreise — der guten Güter besonders — nicht so tief sinken,als dies der Fall ist in den weniger günstigen Lagen desAltkircher Kreises.
Selten geschieht es, dass Hofgüter zum Verkaufe ge-langen; in diesem Fall käme dann der ganze Komplex zumAngebot.
Was die-Pachtpreise anbelangt, so haben uns die Ver-pachtungsprotokolle der Gemeindegüter eines Verschiedenenbelehrt von dem, was der Enquete-Bericht für den ganzenKreis behauptet.
Die Pachtpreise haben seit 1870 bis zur letzten statt-gehabten Verpachtung 1882 nicht abgeschlagen. Hach demBudget des laufenden Jahrgangs beträgt die Einnahme ausdieser Quelle 2252 Mark, somit der Durchschnittspachtpreispro Ar 0,77 Mark, denn 29 Hektare sind verpachtet.
Für die zwei Verpachtungen 1876 und 1879 (jedesmalwird die Hälfte der Allmend versteigert, darum müssen wirbeide Terminresultatc addiren, da in den Versteigerungs-protocolleu der Flächeninhalt der Parzellen nie angegebenist) ist die verpachtete Geldsumme 2127 Mark, pro Ar Pacht-preis im Durchschnitt 0,73 Mark. Ferner betrug die Ver-