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III. ABSCHNITT.
Ein 1 1 iur unentbehrliches Gebäude ist die Tabakdarre,die Henke, wie sie genannt wird, ein Gebäude ganz ausHolz; leicht und luftig, der Temperatur zugänglich, hat esbewegliche Bretterwände, und die einzelnen Bretter lassensich um eine in der Längsrichtung laufende Axe drehen, umso Licht oder Luft je nach Bedürfniss des Augenblicks herein-zulassen oder abzuhalten.
Zur Erbauung der meisten, jetzt bestehenden Tabak-henken hat die französische Monopolverwaltung mit bedeuten-den Torschüssen beigetragen.
Die Düngergrube ist sorgfältig eingemauert, und dieJauche wird hierdurch aufgefangen.
Dass nicht alle Höfe gleich schön, gleich gut einge-richtet sind, braucht nicht gesagt zu werden; ja es gibtderen sogar, die sehr nachlässig im Stand gehalten sind undman kann demnach leicht vom Zustande des Hofes auf denCharakter seines Eigentümers zuriickschliessen.
2. KAPITEL.
KLIMA. BODENBESCHAFFENHEIT . LANDWIRTHSCIIAFT UND
VIEHZUCHT.
Bereits in der engen Grenze der Hüttenheimer Ge-markung muss man die Gewanne, je nach ihrer Lage, rechtsoder links der 111 unterscheiden.
Im Gebiet, rechts der 111, zwischen der 111 und demRheinkanal kann der immer feuchten und kalten Luft wegenManches nicht mehr mit Yortheil gebaut werden, was nochlinks des Flusses sehr schön gedeiht.
Die Temperatur von Hüttenheim, eine gelinde,wie die elsässische Ebene sie besitzt, wird hier durch diegrossen Wasserflächen stark beeinflusst. Häufige Hebelunterhalten oft eine feuchte und kalte Luft, Ebenso be-