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Die bäuerlichen Verhältnisse im Elsass : durch Schilderung dreier Dörfer / erläutert von A. Hertzog
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III. ABSCHNITT.

der sehr vielen Dünger beansprucht, wozu der jetzige Vieh-stand in der Gemeinde nicht hinreicht.

Im Uebrigen haftet der hiesigen Kultur noch folgenderMangel an.

Es wird hier zu wenig Futterbau auf Aeckern getrieben.Kur 26 Hektar werden mit Klee und Luzerne bestellt, wäh-rend mit Rücksicht auf den Bedarf an grossem Viehbeständenaufs wenigste 60 Hektar angepflanzt werden sollten. OhneVermehrung der Futterpflanzungen könnte man hier nichtmehr Rindvieh halten, selbst dann noch nicht, wenn dieBauern die Anzahl der Pferde verminderten.

Statistisch nachweisbar wrnrden hier folgende Futter-mengen nach dem Heuwerth auf der Gemarkung produzirt:

51 820 Ctr. Heu3120 Klee

8 024 Runkelrüben und Stoppelrüben

62 964 Ctr. Futtergewächse. 1

Rechnen wir auf ein Stück Grossvieh 100 Ctr. Alleerhalten zw : ar nicht so viel so könnte man hierorts nur630 Stück derselben statt der sich vorfindenden 709 haltenund reichlich ernähren.

Also schon für die jetzige Anzahl des Viehes genügtdie vorhandene Futtermenge kaum, was man mit dem erstenBlick an der schlechten Ernährung besonders vieler Zug-pferde bemerken kann. Dies somit ein rechnerischer Beweisunserer Angaben und der Forderung nach vermehrter Futter-produktion.

Bevor wir nun zur Viehzucht übergehen, betrachten wirjetzt noch die Waldungen der Hüttenheimer Gemarkung, alsGemeinde- und Privatwaldungen, sowie die Verhältnisse der

1 Runkelrüben Bruttogewicht 62 720 Ctr.

Stoppelrüben 1476

Zusammen 64 196 Ctr.

Davon als Heuwerth macht 8024 Ctr. wie oben.

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