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Die bäuerlichen Verhältnisse im Elsass : durch Schilderung dreier Dörfer / erläutert von A. Hertzog
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DAS DORF HUTTENHEIM.

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Heutigen Tages bekommt ein jeder Bürger aus demWalde eine gewisse Quantität Bürgerholz; dafür muss eraber die Aufarbeitungskosten im Betrag von 10 12 Frankenjeden Bürgerlooses erstatten, so dass Viele wegen Geldmangelsdas Holz oft nicht lösen können oder dasselbe auch an einenAndern abtreten gegen Erstattung dieses Betrages, eventuellauch um weniger.

Diese Holzaustheilung kommt entschieden den ärmerenBürgern sehr zu Nutzen; doch fragt man hier vielleicht, obdie Gemeinde dies nicht sonstwo besser anwenden könnte.Schwerlich. Die Holzpreise, besonders für Brennholz, sindimmer im Sinken, sodass dann erst recht zuviel auf denMarkt geworfen würde.

Die- letztmögliche Nutzniessung des Waldes, das Jagen,ist mit der Jagd auf der ganzen Gemarkung verpachtet.

Der zehnjährige durchschnittliche Ertrag der Gemeinde-forsten betrug in den Jahren 18741883 ca. 12000 Mk., nacheingesehenen Gemeindebüdgets berechnet.

Die Werbungskosten, die Förtergehalte und Unter-haltungskosten stehen obiger Summe mit 2500 Mk. gegen-über.

Die Werbungskosten, so wollen wir nun alle diese ver-schiedenen Posten nennen, betragen also 20,80% des Brutto-ertrags.

Die Jagd bringt der Gemeinde seit 1883 420 Mark ein,und die Fischerei in den Gemeindegewässern seit eben dieserZeit 116 Mark.

Diese zwei Beträge werden dem hiesigen Wässerungs-syndikate überlassen und könnten somit bessere Verwendungnicht finden.

Wenden wir uns nun zur Viehzucht.

Es werden hier noch viel zu viel Pferde gehalten, wasaus untenstehender Tabelle horvorgehen dürfte, wenn manbedenkt, dass der grösste Besitzer nur 14 Hektar sein eigennennt.

Es sind in Hüttenheim: