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Die bäuerlichen Verhältnisse im Elsass : durch Schilderung dreier Dörfer / erläutert von A. Hertzog
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III. ABSCHNITT.

13

Haushalt.

mit

1

Pferde

ZUS .

13

Pferde.

25

fl

fl

2

fl

fl

50

fl

19

fl

fl

3

fl

w

57

fl

17

fl

fl

4

fl

w

68

fl

5

fl

W

5

fl

fl

25

fl

7

fl

fl

6

M

fl

42

fl

1

fl

fl

7

fl

fl

7

fl

Zus. 87 Haushaltungen; 262 Pferde.

Die meisten Pferde könnten vorlieilhaft durch Ochsen,die bei den kleinern Bauern sogar durch Gespannküho er-setzt werden.

Bedenkt man, dass hier in Ilüttenheim nur 533 hazu bepfliigenden Ackerbodens sind, so springt die zu grosseZahl der Pferde erst recht ins Auge; denn es entfallen aufein Pferd 2,03 ha.

Diese Fläche ist viel zu klein für ein Pferd; dass einGut dieser Grösse bloss Ackerboden sei, kommt ohnehindoch nie vor. Hier geht es dem Landwirthe gerade so, wiedem Industriellen, der zur Erzeugung seiner Produkte zu vielKohlen verbraucht.

Yiele Bauern erkennen diesen Mangel an, haben abernicht den Muth, informatorisch vorzugehen; sie geniren sich,einen Ochsen herumzuzerren, und suchen einigermassen ihrVerhalten durch die zu grosse Parzellirung und Gemengelagezu rechtfertigen.

Rindvieh wäre entschieden nützlicher; denn die Pferde-zucht ist viel gewagter als die Rindviehzucht, derPferdehandel zudem sehr gefahrvoll. Die Bauern werdenoft darin durch unreelle Handelsleute hintergangen, dieactio redhibitoria erzielt in den meisten Fällen der Be-trügereien keinen Erfolg. Ausserdem sollte der Umstand,dass die Pferdeunterhaltung sehr theuer zu stehen kommt,620 Franken pro Pferdekopf, im Vergleich zur Nahrungeines Stücks Rindvieh 470 Franken, und dass dasletztere, selbst wenn es nicht arbeitet, seinen Unterhalt ver-dient und durch das Aelterwerden nicht an Werth verliert;ferner, dass hier die Pferde die Hälfte der Zeit beschäftigungs-