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III. ABSCHNITT.
dasselbe in den 60 er Jahren nur 20 gegolten hat. DessenPreis hat also mehr als um das Doppelte zugenommen, so-wie auch die Preise der Kühe in die Höhe gegangen sind.Eine Kuh gilt augenblicklich 200—300 Franken; in den 60erJahren nur 150 Franken.
Alle diese Angaben beweisen, welche Vortheile denBauern aus der Viehhaltung erwachsen würden, wenn siedieselbe ausdehnten.
Zum Schluss noch Einiges über die hiesige Haltungvon Kleinvieh.
Schafe werden keine gehalten; 1861 waren noch 16Stück vorhanden, Ziegen werden ziemlich viele gehalten,möglich, dass sie in einigen Haushaltungen die Kühe vor-theilhaft ersetzen. Es wurden bei der letzten Viehzählungderen 77 gezählt.
Die Schweinezucht hat sehr abgenommen, was gewisszu bedauern ist; es sind deren nur 299 Stück in Hutten-heim , auf 320 Haushaltungen, was sehr auffallend ist, dadie Schweine durch Abfälle leicht zu ernähren sind.
Ein alter Mann (geb. 1812) erzählte mir, als wir zu-sammen von der Jagd durch einen Eichwaldschlag zurück-kehrten, dass auf dem Platze, wo wir standen, der grosse„Ekker“ (Eichelmast) war bis 1816, dass dessen Bäume da-mals umgehauen wurden, und es seither keinen „Ekker“mehr gegeben hat. Er erinnerte sich, dass damals 300 undmehr Schweine von Hüttenheim auf die Mast getriebenwurden. Also in einer Zeit, wo Hüttenheim weit wenigerEinwohner zählte, dieselbe Anzahl Schweine wie jetzt; Anno1812 zählte das Dorf ja nur 1008 Einwohner.
Es waren 1883:
64 Häuser mit 1 Schweine = 6450 „ „2 Schweinen = 100
16 „ „ 3 — 48
11 „ „ 4 — 44
1 « 5 „ =5
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