DAS DORF IIÜTTENHE1M.
9 7
Uebertrag 142 = 261
4 Häuser mit 6 Schweinen242 „ » 7 » =14
148 = 299
Corrigirend kann man hier noch einwenden, dass dieZeit der Zählung, 10. Januar, eine sehr unpassende ist, in-dem dann die Schweine durch das ortsübliche Schlachtender gemästeten Thiere auf Weihnachten und Neujahr starkvermindert sind.
Die Zahl der 14 Tage vor und 14 Tage nach Weih-nachten geschlachteten wurde mir auf 100 angegeben.
Die Geflügelhaltung ist hinreichend für die Bedürfnissedes Dorfes; Zahlen können jedoch hierfür nicht angegebenwerden, da diese Thiere bei der Viehzählung nicht mitge-zählt werden, und dies hätte auch keinen grossen statistischenWerth, da die Bestände des Geflügels zu grossen Schwan-kungen unterworfen sind.
Die Gänsezucht ist nicht unbedeutend; die Lage desDorfes am Wasser erklärt dies vollkommen.
Bienenstöcke sind 24 vorhanden, darunter 10 neuererConstruktion mit beweglichen Waben, letztere sind Eigen-thum des Vikars.
Die Bienenzucht findet hier, entfernt von den blumen-reichen Thälern der Vogesen , in einer Lage, wo Nebel zuoft Vorkommen, keine sehr günstigen Bedingungen; dieserklärt uns, warum dieselbe in Ilüttenheim nicht zunimmt.
Wir haben nun im Lauf dieser eingehenden Darstellungdie Grundlagen des landwirtschaftlichen Erwerbs kennengelernt. Die Natur der erzeugten Produkte bringt es mitsich, dass alle reichen Gelderwerb gewähren, theils alsIlandelsgewächse wie die Gerste, der Tabak und derWeizen, theils als Nahrungsgewächse, die in sehr starkemMaasse im Dorf selbst von den zahlreichen Fabrikarbeiternund grundbesitzlosen Taglöhnerfamilien verzehrt werden.
Es sind hier 153 nichtlandwirthschaftliche Haus-haltungen; diese bilden für die überschüssigen Nahrungs-
A. 1IEUT550G, Muerlirhf! Verhältnissp, 7