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III. ABSCHNITT.
mittel - Produkte der landwirtschaftlichen Betriebe einengrossen Tlieil der Abnehmer, so dass die Hüttenheimer BauernVieles an Ort und Stelle an den Mann bringen können, ohnedass sie auf einen Markt zu gehen brauchen.
Landwirtschaftliche Konsumartikel werden nicht vieleimportirt, wenn wir das Fleisch ausnehmen, welches dieMetzger notwendig von aussen hereinführen müssen, in Ge-stalt auswärts gekaufter Schlachttiere.
Hier ist auch noch des Weines als Einfuhrartikels zugedenken, der aus der Umgegend von Dambach und vonDambach selbst hergeführt wird.
3. KAPITEL.
DIE VEItTHEILUNG DES GRUNDEIGENTHUMS.
Haben wir bis jetzt die Produktionsverhältnisse der hiesigenLandwirtschaft kennen gelernt, wie die Natur dieselben ge-staltete, und gesehen, dass sie durchaus günstig zu nennensind, so erübrigt uns noch, die Verhältnisse des Grund undBodens, als iin Eigentum stellend, zu den Besitzern dar-zulegen, um zu sehen, wie die socialen Faktoren die natür-lichen Bedingungen des Erwerbs modifiziren.
Bevor wir aber zu den Einzelheiten übergehen, sindwir unsern Lesern noch eine Erklärung schuldig, die unsernspeziell elsässischeu Ausdruck Güter, mit dem hier zuLaude die einzelnen Parzellen bezeichnet werden, recht-fertigen soll.
Im Eisass hat sich der Ausdruck Gut im Sinne einesgeschlossenen Landgutes wie wir sie in den Ländern mitgeringerer Besitzvertheilung antreffen , nicht bis auf unsereTage überall erhalten; das Landgut als Einheitsbegriff isthier beinahe ganz verschwunden.