ENTWICKLUNG IIEil SCIIIFFAIIHT.
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und Davenant 1 überein, dass der Handel und Reichtlium vonEngland in keinem früheren Zeitalter jemals so rasch zuge-nommen habe, als in der geschäftigen Periode von 1660-1688. 2
Einen guten Anhaltspunkt für die fortschreitende Entwick-lung der englischen Schifffahrt geben die den Erbauern vonSchiffen von gewissem Umfange gewährten Prämien. Elisabethling damit an, den Erbauern von Schiffen, die 100 Tonnentrugen, Prämien zu geben. Jakob I. gab für denselben Zweckgrosse Summen aus. Karl I. aber gab eine Prämie erst fürjedes Schiff von 200 Tonnen. Unter der grossen Königin wurdealso ein Schilf von 100 Tonnen als ausreichend für die Zweckeeines noch unbeträchtlichen Handels erachtet. Unter Karl 1. gab man sich mit einem so geringen Umfang der Schiffe nichtmehr zufrieden. 3 *
Aber weit wirksamer als Alles dies war dann die berühmteNavigationsakle Cromwells von 1651. Und wie rascli war ihrErfolg! Nach Davenant 1 betrug der Tonnengehalt der Kauffahr-teischiffe i. J. 1688 fast doppelt so viel als i. J. 1666. Undnach Chalmers betrug im Jabre 1688 bereits die Tonnenzahlder Schiffe, welche aus englischen Häfen ausliefen : 5
Englische
Fremde
Summe.
Werth
Schiffe.
Schiffe.
der Ladungen.
|| Tonnenzahl.
Tonnenzahl.
L.
190533
li
95 267
285000
4086087
Die Tonnenzahl der zum englischen Handel verwendetenSchiffe betrug also zwei Drittel aller, d. h. das Doppelte derdiesem Handel dienenden fremden Schilfe. Dementsprechend
] Davenant, Works I p. 370 ff.
2 Vgl. auch Chalmers, a. a. O. p. 47 ff. Lecky I p. 207 ff.
3 Vgl. Chalmers, a. a. 0. p. 42.
1 Davenant, Works I p. 363.
5 Chalmers p. 68.
Faber, Entstellung des Agrarscliutzes. 3