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treten diese Nachrichten i aut in unmittelbarem Zusammenhangmit den Nachrichten über Einhegungen zur Begründung grosserWeidewirtschaften. Gerade diese aber gingen, wie bereits ge-zeigt wurde, von Neuerwerbern der Besitzungen aus, sei es vonKaufleuten , welche speculirend ländliches Grundeigenthum er-warben, sei es von den Erwerbern ehemaliger Kirchen- undKlostergüter. Auch gaben bis dahin nur bei der Weidewirt-schaft sowohl die steigenden Wollpreise, als auch die Verbesse-rungen im Betrieb zu solchen Erhöhungen einen Anlass. In demAckerbau dagegen hatte es bis dahin sowohl an steigendenConjunkturen, als auch an Ertragssteigerungen durch Betriebs-verbesserungen gefehlt; war doch die Betriebsweise, abgesehenvon den südöstichen Grafschaften, wie wir gesehen haben, bisdahin noch die alte. Höchsteiffe dass also hier auch bisherschon in Wirtschaften mit vorwiegendem Getreidebau Renten-erhöhungen stattgefunden hatten.
Hieraus aber geht hervor, dass nicht nur die Grundeigen-tümer, sondern auch die 150000 Pächterfamilien mit 750 000Personen von hohen Getreidepreisen erheblichen Vortheil zogen.Denn einmal wurden sie dadurch in Stand gesetzt, regelmässigihre Renten zu entrichten und damit vor Evictionen geschützt.Sodann zogen sie meist allein den Mehrgewinn in Folge desgrösseren Geldertrags ihrer Wirtschaft. Und damit war ihnenauch, sodald die Preise in die Höhe gingen und stetiger wurden,die Möglichkeit von weiteren Ertragssteigerungen durch Melio-rationen und Urbarmachungen gegeben.
Diese 150 000 Pächterfamilien hatten indess im damaligenEngland keinerlei politischen Einfluss. Denn das Wahlrechtauf dem Lande war damals an das Grundeigenthum geknüpft.Dagegen hatten die Renten und Zehnten beziehenden 10000Familien höherer und niederer Geistlicher mit 52 000 Personen1664 das Parlamentswahlrecht erhalten. 1 2 Nach Macaulav 3 war