118 DAT.RYMPEE ÜP.ER DIE ENTSTEHUNG DER PRÄMIE.
miirt wurde, das tägliche Brod war. Wie ist Wilhelm III. dazu gekommen ein solches Gesetz zu erlassen ?
Es gibt eine Antwort hierauf in Sir John Dalrymple’s Geschichte von Grossbritannien und Irland unter Wilhelm III.Dort heisst es : 1
« Keine Nation verknüpft Handlungs- und politische Vor-theile so sehr wie die englische. Das Parlament beschloss einGesetz, worin aller Handel mit Frankreich verboten wurde,und bat den König in einer Adresse, eben dieses Verbot, auchbei anderen Nationen zur Bedingniss seiner Allianz mit ihnenzu machen, was er bewilligte. Es beschloss ein weiteres Gesetz,worin ein Preis auf die Ausfuhr des Korns gesetzt wurde. DieTories, welche die reichsten Landeigenthümer waren, begehrtendieses als eine Gegengefälligkeit für ihre Einwilligung zu einerGrundsteuer von drei Schilling vom Pfund, die höchste Grund-steuer, von der man jemals in England gehört hatte. Die erstedieser Einrichtungen machte Frankreich siech und schwind-süchtig, die zweite gab England Grösse und Gesundheit. Fremdewaren erstaunt, zu sehen, dass eine so weise Nation Beloh-nungen auf die Ausfuhr von Lebensmitteln setzte, denn sieverstanden nicht, dass dadurch die Industrie des Volkes unddie Fruchtbarkeit der englischen Felder über die aller benach-barten Nationen sich erheben würde.»
Eine ähnliche wenn auch in etwas abweichende Erklärunggibt Arthur Young . Er nennt die Ausfuhrprämie die Belohnung,welche den Grundeigenthümern zu Theil geworden sei für dieDienste, welche sie Wilhelm III. bei Erlangung der Königs-krone geleistet hätten. 2 Er bezeichnet also nicht blos dieRücksicht auf die Tories als Ursache des Gesetzes, und fernerspricht er davon nicht als von einer Gegenleistung für dieBewilligung der Grundsteuer. Und allerdings würde es irrigsein, wollte man in der Ausfuhrprämie eine Tory-Forderungals solche erblicken. Denn, wie wir sahen, traten bereitsunter Carl II. so entschiedene Whigs, wie der Oberst Birch,