EINTRETEN REU CITY FÜR WILHELM UI.
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In derselben Sitzung beschliesst das Haus ein Gesetz, welchesgestattet, der Verschwörung verdächtige Personen in Haft zunehmen bis zum 28. April, an welchem Tage die Gerichts-sitzungen beginnen. 1
Am 16. März schon setzt das Unterhaus einen Ausschussnieder mit dem Auftrag einen Gesetzentwurf zur Abschaffungder Herdsteuer auszuarbeiten. 2 Aber auch Wilhelm versteht es,das Eisen zu schmieden, so lange es heiss ist. Die Holländerhaben das zu seiner Expedition nöthige Geld vorgeschossen undFl. 7 301322,1,8 als Kosten derselben liquidirt. Da übersendetWilhelm am 19. März eine Antwort auf die Adresse des Unter-hauses, dankt darin für die ihm entgegengebrachte Gesinnung,macht constitutionelle Gegenversprechen, hebt aber auch soforthervor, wie nöthig es sei, die Rechnung des alliirten Holland zuzahlen, ferner dass die Unterwerfung Irlands und die Be-kämpfung Frankreichs grosse Flotten erheische und dass esnöthig sei, die öffentlichen Einnahmen so festzusetzen, dassihre Erhebung keinen Streit verursache. All dies koste vielGeld. Aber für Religion und Freiheit werde kein Preis zugross sein. 3
Dies ruft zwar eine Abkühlung hervor. Zunächst werdenam 22. März dem König, aber nur für ein halbes Jahr, nurdie Einkünfte bewilligt, welche unter Carl II. und Jakob II. die Krone bezog. Da kommt die an der Stabilität des neuenRegiments durch die demselben gemachten Vorschüsse undan der Niederwerfung Frankreichs aus Handelsrivalität sostark interessirte City zu Hülfe. Sie verfasst zwei Adressen,die eine an den König, die andere an das Unterhaus. In derersteren wird dem König ähnlich wie dies seitens des Unter-hauses geschehen ist, für die Absicht die Herdsteuer abzu-schaffen gedankt und jede Unterstützung versprochen. 4 In derzweiten dankt sie dem Unterhaus, dass es dem Könige in einerAdresse seine Unterstützung zugesagt habe, und das Unterhaus
1 Ibidem.
2 Ibidem p. 42.
3 Ibidem p. 44, 45.
4 Luttrel, a. a. 0. vol. I p. 509.