519Z
Die Entstehung des Maß- und Gcwichtswesens.
über den Währungsstreit 1871—91. 1892. — Haupt, Li8toirs monstairs äv notrs tsmps.1886. — Helfferich. Die Reform des deutschen Geldwesens- 2 Bde. 1898. — Xellcr, Die Frageder internationalen Münzeinigung und der Reform des deutschen Münzwesens. 1869.
Währungsfragen: ^Volovslci, tVor er I'ai'Zeut, qnestiou raonetairs. 1868 und 1870.—Ders., I^a n^us8tion inoristairs. 1868. — L. cts I^g.vsisxs, I^g, inonnais i>imetÄlIic>us. 1876.—Haupt, Gold, Silber und Währung. 1877. — Ders., 1,'liistoii-e inonvtairs <1ö notrs tsrnp8.1886. - Süß, Die Zukunft des Goldes. 1877. — Ders., Die Zukunft des Silbers. 1892. —Soetbeer, Das Wertverhältnis zwischen Gold und Silber in seinen Verwendungen bis zur Gegen-wart. Erg.-Bd. zu Peterm. Mitteil. Bd. 13. 1879. — Ders, Materialien zur Erläuterung undBeurteilung der wirtsch. Edelmetallverh. uud der Währungsfrnge. 1885 und 86. — O. Arendt ,Die vertragsmäßige Doppelwährung. 2 Bde. 1880. — Ders., Leitiadcn der Wührungsfrage, 12. Anfl.1894. — Ä. Wagner, Die bimetallistische Münzpvlitik Deutschlands . 1881. — Ders./Die neuesteSilbcrkrisis und unser Münzwesen. Pr. I. 74, 1893. — Schaffte, Für internationale Doppel-währung. 1881. — Lexis, Erörterungen über die Währungsfrage- I. f. G-V. 1881. — Ders., DieWährungsfrage nach der Münzkonferenz, das. 1881. — Ders., Neuester Stand der Währungsfrage, das.1883. — Ders., Die Wührungsfrage und die Produktionsverhältnisse der Edelmetalle, das. 1886. —Ders., Zur Münz - und Währungsfrage. I. f. N. 3. F. Bd. 7. 1894. — Ders., Neuere Schriftenüber Münz- und Geldwesen. I. f. N. 3. F. 18. B. 1899. — Ders., Der gegenwärtige Stand derWührungsfrage. 1896. - Ders., Doppclwährung im H. W. B. 2, 2. Aufl. 1900. — Burckhardt-Bischofs, Die lat. Münzkonocntion und der internst. Bimetallismus. 1886. — Statistische Tabellenzur Wührungsfrage der östcrr.-ung. Monarchie. 1892. — Hertzka, Die internat. Währuugsproblcmc.1892. — Verhandlungen der deutschen Silberkommission, 3 Bde. 1894. — Lok , Die Ergebnisse derdeutschen Silberenquete, I. f. G-V. 189S. — kaxxort au raini8trs äes tinaness, jährl. seit 1896. —Heyn, Kritik des Bimctallismus. 1897.
Geldwirtschaft: Hildebrand, Natural-, Geld- und Kreditwirtfchaft, I. f. N. 1. F. 2 Bd.1864. — Ders., Die Entwickelungsstufen der Geldwirtschaft, I. f. N. 1. F. 26. Bd. 1876. —Simmel , Philosophie des Geldes. 1900. Anzeige I. f. G-V. 1901.
162. Das Maß- und Gewichtswesen. Seit die Menschen in Gruppenzusammenlebten und sich durch die Sprache verständigten, haben sie in der Hand, demFuß, dem Arm gewisse gemeinsame Längenvorstellungen gehabt und diese mit denNamen dieser Körperteile bezeichnet. Seit sie mit ihren zehn Fingern nur bis 10zählen gelernt hatten, fingen sie auch an, nach dem Wechsel von Tag und Nacht unddem des Mondes den Ablaus der Zeit zu zählen und zu messen. Seit sie Körbe,Thon- und Glasgcsäße herstellten, wurde es üblich, sie dem Bedürfnis entsprechendimmer wieder von gleicher Größe zu fertigen und diese dann durch Bezeichnung mit den-selben Namen als Größenvorstellungen zu fixieren, sie von Gefäßen abweichenden Umfangszu unterscheiden. Seit man begann, den Ochsen vor den Pflug zu spannen, ergab sichimmer wieder eine ähnliche Fläche, die man am Morgen oder am Tage Pflügen könne,und benannte man diese Fläche „Morgen" oder „Tagwerk". Seit man etwasbessere Wohnungen aus Holz oder Backstein herstellte, seit man gar Wasserbauten undTempel aufführte, mußte man Risse entwerfen, Holz und Stein nach gewissen Maßenherzustellen gelernt haben. Seit man größere Wege wiederholt zurückgelegt hatte,wollte man sich sür künftige Fälle im voraus Rechenschaft ablegen über die Entfernung,man zählte die Schritte und rechnete nach je 1000 Schritten, milig. xsssunm, nanntediese Wegeinheit eine Meile. Und seit man Goldkörner, Bronze- und Kupferstücke,Perlen und Edelsteine besaß und sie tauschte, war es klar, daß ihre Schwere den Wertausmache; man maß in den beiden Händen zuerst das Gewicht ab und konstruiertenach diesem Vorbild dann die Wage, auf der man nun die Metallstücke mit Gersten-und Weizenkörnern wog. Noch in den Tagen Heinrichs VII. Pflegte man in England zu sagen, ein Pfund Sterling sei gleich 24 Gersten- und 32 Weizenkörnern.
So haben alle Völker mit dem Zählen das Messen nach natürlichen Maßen undGewichten gelernt; die sprachlich-gesellschaftliche Verständigung über die einfachsten Vor-gänge der Hauswirtschaft, des Verkehrs, des Lebens wäre ohne das nicht möglichgewesen. Die Natur bietet dem Menschen die verschiedensten natürlichen Maße gleich-sam von selbst dar, und die kräftige Phantasie primitiver Völker ergriff die in die Sinnefallenden Vorstellungen mit Leichtigkeit; die Länge des Fußes und Armes (Elle), denWurf mit dem Hammer, die Fläche, auf dem ein dreibeiniger Stuhl steht, und anderesderart, wie es uns in reicher Fülle Grimms Rechtsaltertümer aufzählen. Die Un-genauigkeit aller dieser Naturalmaße schadet so lange nicht viel, als der Verkehr gering,