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„(üs sa-Lrikitkiv äs ?roonu nous srapvcl^s äs eombatti-L." DreiWochen früher war der Schreiber voller Bewunderung über den-selben Trochu. Der Präfect von Lyon , der gelehrige Schüler desKriegsministers, schämt sich nicht, die gräuelvolle Ermordung desCommandanten Arnaud in Lyon durch einen rasenden Haufen dem„fremden Geld" zuzuschreiben,*) und das erste Wort der von denPreußen über die Schweizer Grenze getriebenen Marsciller Rächer-legion an die entwaffnenden Milizen ist: ..Xous soinrnss vsnäns."Derselbe Characterzug tritt sofort bei Ausbruch des Krieges den inFrankreich wohnenden Deutschen gegenüber auf. Sie waren natür-lich die erste Zielscheibe dieses blöden Verrathsgeschreies. Um ähn-liches aufzutreiben, müßte man in die finstersten Zeitalter zurück-greifen, in denen ein gefallenes Stück Vieh auf Schuld des bösenAuges einer Hexe geschoben ward und diese zum Scheiterhaufenführte, oder die Quelle einer ausbrechenden Pest in böswilligenBrunnenvergiftern gesucht wurde, die der Pöbel steinigte. Nurdie grauenvolle Ermordung der Protestanten in? Neapolitanischen alsUrheber der Cholera weist in unsern Tagen auf ähnliche Gemüths-zustände hin, wie sie aus den jüngsten Verfolgungen gegen dieDeutschen in Frankreich hervorblicken. Um den Aberwitz in seinemganzen Umfang zu ermessen, muß man in Frankreich , und zwarmit den daselbst angesiedelten Deutschen gelebt haben. Begeistertesich der Deutsche früher überhaupt leicht für die Fremde, in derer lebte, ward er draußen bald strenger Anglomane, bald über-müthiger Dankes, so wirkte die französische Umgebung noch mitganz besonderm Zauber auf diese seine Neigung. Es gab keinedankbareren, anhänglicheren, anerkennenderen Ansiedler als die
Aehnlich später Trochu in geheimniszvollen Andeutungen über den Zu-sammenhang zwischen Bismarck und der Commune.
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