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kostete. Während der beiden letzten Jahre stellte sich derDurchschnittspreis in New-York 1878 auf $ 1,'n und 1879 auf$ l,«i per Bushel.
Zur Zeit berechnen sich die Verschiffungskosten wie folgt:Versendung nach Chicago, Duluth oder einem andern westlichenMarkt 13 Cents, Gebühren an den Elevator 1 l f« Cents, Ver-schiffung nach New-York, Philadelphia oder Baltimore 15 Cents,Ozeanfracht 18 Cents, Seeversicherung und Kommission 3 Cents,Extrakosten für Verschiffung wie erhöhte Frachtpreise 10 Cents,Total 60% Cents. Nehmen wir die obige Kendall’sche Berech-nung als richtig an, wonach ihn der Bushel Weizen 48 Cents inChicago kostet, und fügen wir (abzüglich der von ihm bereits inAnschlag gebrachten Fracht nach Chicago) 50 0« Cents zu seinerSchätzung hinzu, so erhalten wir an Herstellungs- und Beförderungs-kosten für den Bushel amerikanischen Weizens in New-York einenBetrag von 6472 Cents und in Liverpool von 98 1 :« Cents.
IV.
Beförderung des Weizens in die östlichen Häfen.
Die Beförderungskosten vom Westen in den Osten sind na-türlich viefachen Schwankungen unterworfen, da sie einmal durchdie Konkurrenz der Eisenbahnen mit den Kanälen und der Flufs-resp. Seen - Schifffahrt, dann aber durch den Weltlauf der Eisen-bahnen unter- und gegeneinander bestimmt werden.
Was zunächst den erstem betrifft, so stellen die Eisenbahnen^im Sommer ihre Frachtsätze niedriger, als im Winter, wo dieSchifffahrt gesperrt ist. Der Unterschied zwischen den Sommer-und Winterraten beläuft sich häufig auf 50%. Um den Kanalzu ruiniren und ihm später ihren Willen als Gesetz dictiren zukönnen, fahren die New-York-Central- und Erie-Eisenbahn unterdem Kostenpreis der an sich schon viel billigeren Wasserbeför-derung. So erklärt sich denn auch die Erscheinung ganz natür-lich, dafs die Getreidebeförderung der Eisenbahnen während derletzten Jahre bedeutend zugenommen, die der Kanäle aber indemselben Grade abgenommen hat. Im Jahre 1868 wurden aufdem Erie-Kanal per Meile im Durchschnitt verschifft 1 093 751 268