ι. Conrad Baumgartlieii.
<־;
Als eine Probe des Styls und Inhalts dieses merkwürdigen Buclies lassenwir hier einige Überschriften der Bilder und den Schluss folgen:
Neben einem Bilde : ״ Alhy herczog Heinrich mit dem barthe genant eyN hcrczog der
ganczen Schlesye vnnd dy heylige Furstinne sancta hàigk wy sy vndcrcmmndec gclo-
bcnn enthalduge mit feyrharlichcr gcbenedeyunge des Tisschosss' völget W noch.Über einem Bilde: „Alhy bestellet dy heylige frauwe Sancta Hedwick allenn armenn leutenn
dy czu yr kummenn Sy seynn geystlich ader wertlich erbare vnnd beqweme Herberge."Auf einem künftigen Blatte über einem Bilde : ,/Alhy her Günther dy Cj yt Apt czu
lewbiv vnnd yr beychtuatcr was, der gab yr czwenn newe schueim, vnnd gebot yr
dy czu tragenn, bey dem gehorsam.Am Ende der Biographie: „Alhy vorschyde sandt Hedwigk In gegenwertikeyt der vor-
genantten heyligen, vnd yr sele wardt gefuret von den heyligen Engelnn In die ewigen
selikeith'
Am Schlüsse des ganzen Buches: ,,Alhy endet sich die schone vnd lypliche legenda derheylige frauwen Hedwigis Etwan herczogin in gantz Polan vnnd Schlesien , vol tu-ge 'tlicher wergk , welche got der herre als den lichten Morgenstern , In die fynstergewolke diser werlde, vnsz czu simderlichen tröste uff gehn vnd erscheynen lysz Mitsamptyrer heyligencrhebunge, vnd der Babstlichen bullen, auch mit wunderlichen vnd wahr-hafftigen Historien vnnd wundertzeichen dy sich begeben haben vor , vnnd nach yremabscheyden von diszer werlde, czu Lobe got dem almechtigê vn czu sundcrlicher ere er-bitunge der heiligen frawenn Hedwigis, czutrost vnd czu besserunge allen Cristgleubi-gen menschen dy sy lcszen, ader hören lesen auf guter meinuge Aus; welcher legendavn Historien dy dan mit grosein vorgewantem fleysse etzlicher erbaren burger der ko-niglichê fìat* Breslaw' gerechtfertiget vnnd geczewgct ist' Jdermcnniglichn abnemêvnd erlernen kan׳ was ym dynet czuerfolgnge der ewign selikeit' zu welcher vnsz׳ dyheylige fraw sant hedwigis Mith yrer fleyssiger vn stetter vorbethe hilsflich sey. Amew
Mit dieser Legende *) — aus welcher wir dem Leser in einer genauen
Copie den vierten Holzschnitt mit Überschrift im beiliegenden Blatte liefern —
scheint Baum gar the η in Eresian seinen Druck beschlossen zu haben, wel-
ches
*) Anm. Der um die Geschichte der Buchdruckerkunst höchst verdiente Herr Panzer führet inseinen Annalen der Deutschen Litteratur, Nürnb. 1788! med -4• S. 265 den ganzen Titeldieses merkwürdigen Buches genau an, und ertheilet S. 2G6 eine Anzeige von dessen In-halt, die er mit folgendem Urtheil ansänget: „Eine Legenda , wie alle Legenden , nur aus-
2 ״ führlicher
/