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Deutschlands Volkswohlstand 1888 - 1913 / von Karl Helfferich
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Stahl- (Flusseisen) Produktion (in 1000 t).

Länder

1886

1910

Zunahme in %

Vereinigte Staaten. .

2 604,4

26 512,4

910,3

Deutschland ....

954,6

13 698,6*)

1 335,0

Grossbritannien . .

2 403,2

6 106,8

154,1

Frankreich ....

427,6

3 390,3

692,9

Russland ..... 241,8

2 350,0

871,2

Belgien ..... 164,0

1 449,5

783,6

Die Entwicklung des Kohlenbergbaus und der Eisen-gewinnung ist hier in grossen Zügen als Grundlage für dieGesamtentwicklung der deutschen Industrie gezeichnet worden.Ein genaueres Eingehen auf die einzelnen Industriezweigeund die Entwicklung ihrer Produktion verbietet sich vonselbst, teils in Rücksicht auf den hier zur Verfügung stehendenRaum, teils mangels genügender statistischer Grundlagen.Um aber wenigstens einen allgemeinen Ueberblick überdie Gestaltung der einzelnen Industriezweige zu geben, seinebenstehend zusammengestellt, wie sich in den einzelnen Ge-werbegruppen die Ziffern der beschäftigten Personen und derverwendeten Dampfmaschinen-Pferdestärken entwickelt haben:

Das Baugewerbe, das für den gewaltigen Zuwachsunserer Bevölkerung die Wohnungen und für die gewaltigeAusdehnung der Gesamtindustrie die Fabrikräume zu schaffenhatte, steht mit einer Zunahme der beschäftigten Personenvon 533 000 auf 1 576 000 an der Spitze. Mit grossenabsoluten und relativen Steigerungen treten weiter dieMaschinenindustne, die Metallverarbeitung, das Bergbau- undHüttenwesen, die Industrien der Erden und Steine, sowieder Holz- und Schnitzstoffe hervor; diese Industrien zeigengleichzeitig auch eine erhebliche Steigerung in der Verwen-dung maschineller Kraft. Eine sehr stattliche absolute Zu-

*) Im Jahre 1911 betrug die Stahlproduktion 15 019 300 t.