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Wollgarn. . .von 34,0 Mill. M. auf 84,2 Mill. M.
Baumwollgarn . „ 17,7 „ „ „ 64,1 „ „Diese Ziffern zeigen, dass die Textilindustrie — ähnlichwie die Landwirtschaft — es verstanden hat, trotz derStetigkeit der Anzahl der in ihr beschäftigten Personen ihreProduktion stark zu erhöhen.
Es wäre jedoch falsch, anzunehmen, dass die Steigerungunserer industriellen Produktionskraft sich in der Zunahmeunserer Ausfuhr erschöpfe. Nicht nur allgemeine Wahr-nehmungen, sondern auch ins Einzelne gehende wissen-schaftliche Untersuchungen zeigen, dass der innere Marktfür unsere Industrieerzeugnisse sich noch in stärkerem Masseentwickelt hat, als unser auswärtiger Absatz. Man wirdeher zu niedrig als zu hoch greifen, wenn man für das letzteVierteljahrhundert eine Verdreifachung der industriellenLeistung der deutschen Volkswirtschaft veranschlagt.
2. Der Verkehr.
Leider ist es nicht möglich, die Entwicklung des innerenAbsatzes in ähnlich präziser Weise statistisch zu erfassen,wie den Aussenhandel. Aber immerhin liegt genügendesMaterial in Ziffern des Verkehrs vor, das zuverlässige Rück-schlüsse gestattet.
Da ist zunächst die Vermehrung der im Handelund Verkehr erwerbstätigen Personen, die von1 570 000 im Jahre 1882 auf 3 477 600 im Jahre 1907 zu-genommen haben, also verhältnismässig stärker als selbstdie industrielle Bevölkerung gewachsen sind. Das denEigentumswechsel vermittelnde Handelsgewerbe und das dieörtlichen Verschiebungen der Güter besorgende Transport-gewerbe verdienen ebensosehr die Bezeichnung „produktiv",wie die der Urproduktion und dem stoffveredelnden Ge-werbe angehörigen Berufe. Ihre Arbeit ist zwar nicht auf
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