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Deutschlands Volkswohlstand 1888 - 1913 / von Karl Helfferich
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nahme der beschäftigten Personen zeigt auch die Industrieder Nahrungs- und Genussmittel. Relativ stark, aber in denabsoluten Zahlen kleiner, ist die Entwicklung bei derchemischen Industrie, dem polygraphischen und künstlerischenGewerbe und der Papierindustrie, der Industrie der Leucht-stoffe etc. und der Lederindustrie. Verhältnismässig am wenigstengewachsen ist die immerhin sehr stattliche und ansehnlicheTextilindustrie und das Bekleidungs- und Reinigungsgewerbe.

Ein ähnliches Bild geben die Zahlen der Ausfuhrunserer verschiedenen Industrieerzeugnisse.

An der Spitze der Ausfuhrwaren stehen heute (im Jahre1912) die Maschinen mit einem Ausfuhrwert von 630,3 Mil-lionen Mark, gegen 52,8 Millionen Mark im Jahre 1887.Die verschiedenen groben und feinen Eisenwaren stellenheute einen Ausfuhrwert von 580,9 Millionen Mark dar,gegen 96 Millionen Mark im Jahre 1887. Stab- und Winkel-eisen, Platten und Bleche, Luppeneisen, Eisenbahnschienen,Träger, Eisendraht usw. geben in ihrer Gesamtheit das gleicheBild. An Personen-Motorwagen wurde ein Wert von 65,1Millionen Mark ausgeführt, eine Ausfuhr, die vor 25 Jahrenüberhaupt noch nicht bestand. Bei den Steinkohlen beläuftsich der Ausfuhrwert heute auf 436,6 Millionen Mark, gegen79,9 Millionen Mark im Jahre 1887, beim Koks auf 126,4Millionen Mark, gegen 9,4 Millionen Mark. Der Ausfuhr-wert von Anilin- und anderen Teerfarbstoffen stellt sich heuteauf 133,8 Millionen Mark, gegen 42,5 Millionen Mark imJahre 1887, von künstlichem Indigo auf 45,2 Millionen Mark,gegen 6,3 Millionen Mark. Aber auch die Ausfuhr derHalbfabrikate und Fabrikate der Textilindustrie ist zum Teilin den letzten 25 Jahren erheblich gestiegen, so

Baumwollwaren von 67,3 Mill. M. auf 421,6 Mill. M.Wollwaren . . 177,6 253,4Seidenwaren . 16,1 190,9