_d es Geist es i. Hauptst ück. 9
"I'K i l. Wiederum/daß wir uns in der Er-fahrung und Begrciffung der Sinnligl'citen be-trogen haben/ wenn die Einbildung/die wir unsdavon niachen/ denen gemeinen Lehr-Sätzen zu-wider ist.
I'K. i2. Wiewolanch in diesem letzten Falldie Schuld des Betrugs mehr der Vermmfft/als der Sinnligkeit zuzuschreiben ist/ indemje-ne den Schein eines Dinges mit dem wahrenWesen oder Ursache desselben vermischet und sichübereilet/ wenn sie schließet/ es seye die Sacheallemahl so / wi^sie zuweilen / oder einem Sinnescheinet, r)
A z ,z.
r) Besiehe abcrmahls die Einleitung zur Vcrnunfft-Lehrein <5ten Hauptstück 4s. bis 49. allivo ich auchn.46. Exempel und ^>!'crimenr-t angeführet/welchezu der 12. und i?, gehören. Dieses aber isthauptsächlich wider die Herren Cartcsianer undandere zu mcrckcn/ die da vorgeben/ daß die äußerli-chen Sinne betrüglich seyn/ und tonte insu dannen-hero aus dem was gesagt worde/ ihr eigen^Aumenewider sie selbst brauchen^ Sie sprechen nvas einmahlbetrügt / daß kan allemahl betrügen/ und tan alsofolglich kein Kennzeichen der Warheit seyn. Nun/ sa?gen sie/thun solches die äußerlichen Sinne/ wir abersprechen wieder sie/ nun aber betrügen uns die tha ei-gen Gcdanckcn der Vernunfft/derowcgen tönte auchdie Vcrnunffr kein beständiges Kennzeichen derWar-heil seyn. Deshalb ist leicht abzunehmen/ daß oerEr-
" - fie Lehr-Satz^m^or^ro^ollrio) nicht vi<l tauge.