»8_ Versu ch vondenrW esert_
M 2z. Wiederum isr ein Lehrer/der sei-ne ZGorer nurauff das künstlichste weiset/unddie einsaitige Natur verheeltt/ hergegen lautersämiiacion bey denen Zuhörern zucrweckentrachtet <z) denen Taschen -Spielern und Eyer-machern nichtungleich i-)undgiebetzu vei stehen/das es ihm mehr umb seiner Zuhörer Beutels) oder fein'eigene Ehre/t)alsum die Bes-serung ihre? Verstandes zu thun sey.
24-Wie denn auch einLernen der sichsellft lu'erinnenpiüssen und gewiß versichert seynkan/daß/je lieber er Dinge siehet/ die recht
wunder-
1) Mercke es wohl/ich rede nicht von denen/die künstlicheLxxLrimenta gebrauchen/sondern die die natürliche»»verbergen oder verachten.
») Denn dieser ihr gantzes Kunststück bestehet in Vcr-hölung der Natur/ und wenn solches entdecket ist/höret alle Verwunderung auss/denn die Verwunde-rung in künstlichen Dingen/kömmct allezeit her vonder Unwissenheit 5er Würckung der Natur. Diekünstlichen llhrwercke werden deswegen mit Ge-häusen bedecket.
!>) Denn wundersamcDinge bezahlet man am theuersten/denn sie sind rar Wenn man sich aber nicht mchrwun-derr/ worden sie gemeine.
r)Denn die Ehre thUtman einem andern an/wenn mattdencket/er hat was sonderliches/daher kontts/ daßman in allen Facultaten so gerne vorqicbt/man ha-be etwas geheimes / wiewohl solch geheime Dingemehr verheltc und vcrkapte Dinge sind / als Geheim-nisse/ deshalben sprcechcn auch die Taschen - Spie-ler/ wer die Kunst lgi, verrathe den Meister nicht»