des G e istes i. Hauptstück.W
wundersam künstlich sind/je mehr liebet unv he-get er seine eigene Unwissenheit / weil alle Ver-wunderung eine Unwissenheit prTl'uppvniret/und ein Unwissender auch die teichtesten Dmgeverwundert, u)
l'n. 25 Soverführetauch die allzugrosseLKbe zu künstlichen exx>erimcnri8 die Menschendahin / daß sie/dazu sie ohnedem von Natur ge-neigt sind / immer mehr von sich selbst / und destsweniger von Gott halten x)und an ihrer Selbst»erkantniß desto mehrgehindertwerdcn. Da siedoch billig bedencken sotten/ daß die Kunst einAffe der Natur/nichtaberdie Natur ein Affeder Kunst sey. v)
B 2 l'n.-S
u) Siehe was ich gesaget habe in der Ausübung derSitten-Lehreim 4tcn Capitel.
z-)Dennjcinehr wir die Künste lieben/je höher verehren,wir die Künstler/und tragen Verlangen denen-selben nachzuahmen, Beydes führet uns ab vonder Verehrung und Gehorsam Gottes/ zu der Be»wunderung des Menschlichen Geschlechts und unse-rer selbst.
y) Wenn sie bedachten/das die Kunst ein Affe der Naturwäre/ würden sie auch bedencken/daß nach dem ge-meinen Sprichwort der Affe ein Affe bleibe/wenner schon ein güldenes Halsband trüge/ und würdendannenhero etwas bescheidener von den Geschöpftfen Gottes/und etwas maßiger von dem Lobe derMenschlichen Erfindung reden.DieLicbhabcr der fal-schen Weißheit r«ehmm jwar diese Wahrheit als eine
Verachtung