_ Versu ch von dem Wesen
l'K. 26. Weil aber diese Anmerckung/ soleichteste sonsten zu begrciffen ist/ insgemein vondenen neuen ?KiIo5oxKi5 ^) selten przÄiciretwird/ so dnrffniKn sich auch nicht wundern/wennsie GOtt zu einem künstler und seine Geschöpftezu K^I-lmen machen / a) da es hingegen solteumbgekehret seyn und sie betrachten sotten / daßalle künstler biener derNatur waren/und ihreWerckzeuge und Gemachte/ so künstlich sie auchseyn / sehr geringe und unschMckhaffte abbil-qungen derNatur.
-7.
Verachtung derKünsie ungütig auff/und ziehen dancn-hcro die Vertheidiger dcrersclben/als Verächter gu-ter Künste und Wissenschafften durch/oder hcissen siewohl gar Enthusiasten/ zumahl wenn diese Erinne-rungen thun/ daß man sich hüten solle vor denen Ver-führungen des thätigen Verstandes.?) Auch die altsn Philosoph« haben diesen Irrthumb be-gangen/ daß sie die Natur nach den Regeln der Kunstgerichtet. Dahero entstehet der Jrrlhnmb/daß diewürckcnde Ursache (causa cKcie-is) eine äußerlicheUrsache sey. lind hieraus haben auch die Cartesianer
ihren Irrthumb cie torinii accillenralibus gcnommelu
Man hat nemlich an beyden Theilen sich allzusehran den Kunststücken der Menschen vergaffet/und Wa-re viel besser gefahren wenn man in derNatur zeaussdas Gewebe der Seiden-Wurme gesehen hatte.2) Dahero ist nichts ungcwnliches/ daß man vorgicbt/Gott habe sich vorgenommen die Welt nach denenGesetzen McchanischerKünsie / znschaffcn: DasHcr-tze sey einxer^stuum mobile. IjcVlutundPulß-
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