Versuch von dem Wisen
i'I-l. 2s. Dahin gehöret nun auch/ wennoffters gar zu viel prahlens von denen ^xperi-menri^mscl^nici^gemacht wird/wie man ausder ^1eL^2iüc alle pI^Xnnmenä !<?zrurX 6e-monKriren wolle/dahingegen bey dcr L'hre vonGeist lauter occulra und ^syla iZnor-niriT zuHülffe genommen würden. Denn wir habenanderswo deutlich erwiesen/ daß das ein 5!ebr-Satz der Weißheit >-) sey/wenn man Gottes All-macht in seinen Geschopffen bewundere und er-kenne/ daß wir Menschen mit unserer ^ecK-mieund allen unsern Künsten nur Affen GOttesseyn / die mit allerihrer Weißheit nicht den hm^dert tausendsten Theil von Gottts Allmacht undWeißheit/ die er in dem Wesen der Geschöpffevffcnbahrcr / ausgrübeln können / und daßhingegen dieses der Lehr-Satz der Thorheit sey/daß ein Künstler sich über die Lxperimenrades andern Künstlers (d. i. An Affe s) über denandern) verwundere/ es heraus streiche und sichbey nahe so künstlich düncken lassen wolle/ alsGott. Und wenn dannenhero gleich auch derVorwurff der Gegner wahr wäre; So wäredoch eine dcmutkiqe Unwissenheit besser Äs eineausstehende Wissenschafft.
I'K. 26. Zumahl wann hinter dieser nichtsals Lonrraäiöriones seyn. Denn was sind
doch
^ äpplicirung der funfftcn Regul.
«-^> Ich brauche dieses nicht als ein Schmahe-Wort/son-
dern als cin bckantts Sprichwort: DieKunstist ein
Affe der Ratur.