Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
361
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z. Geschlecht. §. 154.155. ?6i

und die Dache, ein weibliches wildes Schwein;der Beschlag, Arrest auf Sachen, und das Be-schläge; die Ecke und das Sechseck, Dielccku. s. f. die Flanke, Seite, und das niedrige derFlanken, ein großes Stück; der Fleck, das Fleckund der Flecken; das Floß und die Flöße; derFraiz, in einigen Gegenden, ein Kind ini verächt-lichen Verstände, und die Fraye, eine niedrigePosse; der Frohn, ein Gerichtsdiener, und dieLrohne, die Frohnarbeit; der Granat, ein Edel-stein , und die Granate, eine Frucht; der Grach,die Scharfe, und die Gräthe, im Fifche; derHuf und die Hufe; der 2xley, in einigen Gegen-den, ein strenger, lettiger Boden, unddie^xleye;die Aolbe und der Bolden; das Rald und ineinigen Gegenden die Aalbe, eine junge Kuh;der Krystall, ein glasartiges Mineral, und dieKrystalle, ein eckig angeschossenes Stück Salz;die Kade und der Kaden; der Laut und dieLaute; der Patron und die Patrone; die Posseund der Possen; das Rohr und die Röhre;der Schenk, in Mundschenk u. f. f. und dieSchenke; dieScherdeund derScherben; derSchrank und die Schranke; der Spelz, eineArt Getreide, und die Spelze; der Zins und dieZinse.

§. 155. Nicht leicht ist ein Umstand in der AbweichungSprache, in Ansehung dessen die Deutschen Pro- der Provm-vinzen so sehr von einander abweichen, als das Ge- ze» i» dnnschlecht der Wörter. Die Ursache davon ist sehr' ^schlechte,tief in den Ursprung der Sprache selbst verwebt,und beweiset das Willkührliche, welches in dem gan-zen Geschlechte der Wörter herrscht. Die Anzahlsolcher Wörter, welche in einer Provinz in diesemund in einer andern in einem andern Geschlechte

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