Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
447
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5. Von der Declination. §.203.254. 447

man muß sie behalten, so wie sie ist. Das e erfor-dern zu ihrer Biegung Deutsche Wurzelwörter,wenn sie sich nicht auf ein milderndes e endigen,nebst einigen fremden; ein bloßes s und n aber,abgeleitete Deutsche Wörter, und einige fremde,welche im Singular den Ton nicht auf der letztenSylbe haben. Daß diejenigen, welche im Geni«-tive ein bloßes s annehmen, im Dative keines e fürhig sind, ist schon aus der ersten Declination be-kannt. Da in dem einsylbigen Worte See keinmilderndes e befindlich ist, so erfordert es auch dievollständigen Biegungssylben e'6, e, en zu seinerDeclination. Allein, da drey e alsdann einen Übel-stand machen wurden, so lässet man eines davonweg, spricht aber das Wort in den CasibuS obliquisdennoch zweysylbig aus, des So-es, dem Se-e.

§. 204. Im Genitive es, im Dative e und im Wörter die«Plural en haben: ser Decli-

1. Deutsche Wurzelwörter, welche sich auf keinmilderndes e endigen. Mit Gewißheit gehörendahin:

Das Bert, wenn es ein einzeles Stück dieserArt bedeutet, ein Geberr Berten, zweyStück Betten. Wenn es hingegen collecti-ve so viele Betten, als zu einer vollständigenSchlafstätte gehören, ingleichen das Bett ei- .nes Flusses bedeutet, so gehet es nach der er?sten: zrvey gemachte Bette.

Der Daum, auch nach der ersten und fünften,ingleichen der Daumen, nach der dritten. >

Der Dorn, wenn es collective, ingleichen vonder Staude dieses Nahmens gebraucht wird.Distributive von einem spitzigen Dinge diesesNahmens gehet es nach der zweyten.

Da?