Von dem Beyworte. §. 298. 625
2. Die allgemeinen Zahlwörter viel, wenigund mehr, folgen dieser Art nur in so fern, als sienoch unconcresciert gebraucht werden: viel süs-erlVein. Werden sie concresciert, so folgt das Ad-jectiv der ersten Art, vieler süße Mein. Ebendas gilt von all, manch, solch u. s. f. so fern sienoch im gemeinen Leben ohne Concretions-Zeichengebraucht werden.
z. Die persönlichen Pronomina ich, du, eru. s. f. gehören allerdings hierher, weil sie gleichfallsals Bestimmungswörter des Substantives angese-hen werden können und müssen. Weil aber dieConcretion an ihnen nur im Genitiv, (der doch vorAdjectiven wohl nicht leicht vorkommt,) und Dativsichtlich ist, so folgt das Adjectiv auch nur in diesenEndungen der ersten Art, nimmt aber in allen übri-gen die vollständigen Biegungszeichen an: ich ar-mer iVann, ich armes ^>ind, du gute Frau,du liebes Geschöpf, mich armen Mann. Aberim Daitiv: mir armen Manne, dir verlassene»Ainde, nicht armem, verlassenem, und zwarnicht bloß um des Wohllautes willen, sondern derallgemeinen Regel zu Folge, weil hier die vollstän-digen Biegungslaute merklicher sind. Der Pluralhat hier gemeiniglich n: wir armen Leute, ihrlieben Binder, sie guten Seeien, ohne Zweisfel,weil in dem Nominative der Mehrheit dieser altenganz nach sehr dunkeler Empfindung gebildeten Wör-ter, eben so alte Flerions-Laute verborgen liegen.Von dem Vocative mit diesen Pronominibus,S. §. ZOO.
4. Die bestimmten Zahlwörter haben gleichfallsnur unvollkommene Flerions-Zeichen, daher dasAdjectiv sie in den Endungen, wo sie fehlen, selbst«nimmt: ein einiges Haus, Zwey lange Cage,Ai>kl.S.Sxr. Rr drey