Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
821
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Von dem Verb?. §.426.427. F?.,

Meile gehen, es kostet einen Thaler, den Trab,Galopp reiten, einen guten Schritt gehen,und hundert ähnliche Beyspiele mehr. 2. Wenndas Subject selbst als der leidende Gegenstand be-trachtet wird, da denn das Neutrum in ein Reci-procum übergehet, welches der Form nach allemahlein wahres Activum ist, sich müde gehen, ste-hen, suzen, sich aus dem Athen , laufen, sichzu Tode fallen, sich krank lachen, sich entse-tzen, auf welche Art auch eigentliche Activa zuNeutris werden können, sich biegen, sich werfen,z. In solchen Verbis, welche noch deutlicher denÜbergang des Intransitivi in das Transitivum aus-machen, d. i. welche eine völlige active Gestalt ha-ben, nur daß sie kein Passivum leiden, z.B. vorshaben, eine Schürze vorhaben, ingleichen eineSache, eine Reise vorhaben, wo man nicht imPassivs sagen kann, die Sache wird vorgehabt,folglich auch nicht die vorgehabte Sache. Soauch anhaben, ein Rleid anhaben, einem et?was anhaben, und andere mehr.

Das Passivum hingegen leiden Intransitiva ,wenn das Subject unbestimmt ausgedruckt werdenkann: es wird gegangen, geritten, gelaufen,gestritten, gekämpfcr, gefragt, gelacht, ge-zankt u. s. f. für man gehet, reitet u. s. f. welchesdoch nicht von allen erlaubt ist.

§. 427. Die Intransitiva bezeichnen ein Prädi- Ihre Be,cat, welches an dem Subjecte allein gedacht werden deutung.kann. Dieses ist, !. eine Beschaffenheit, derensehr viele sind: glänzen, erblassen, glimmen,dämmern, scheinen, blühen. 2. Ein Zustand:siczen, stehen, liegen, ruhen, leben, sterben,dauern. z. Eine Handlung, welche an dem

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