Mehrteiliges Werk 
Briefe Deutscher Gelehrten an den Herrn Geheimen Rath Klotz / Herausgegeben von J. J. A. v. Hagen, Lieut. des Königl. Preuß. Reg. von Anh. Bernburg
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Hat doch Klem neulich in einem Blatte vonnur geschrieben, daß ich zu edel dachte, an Streitig«keiten , die verjährt sind, zu gedenken Der Ver-fasser des grünen Huts nennet mich edel: er hat seinSekretanst bey der Schaubühne, und seine Inte«rimsdirektion (^KiZio hat HeufeldM beurlaubt)niedergelegt, ist katholisch geworden, und nun Se-kretär beym Fürst Kevenhüller. Schreiben Sie mirdoch, wie weit Sie seine Theatcrblaccer haben, da«mit ich sie Ihnen ergänze!

Von Klem aufBernardon! der Abstand ist

nicht so groß. ' Diesem Gaukler hatAWgionundie Direktion aufgetragen, weil er ihm von einemCavalier Vorschuß zuwege gebracht, und derHof duldet e6 ? die Frage ist natürlich , aber nunwundern Sie sich mein zweytes ?romemor!zg«gen daö Extemporiren, welches dieser Gaukler wie«der einzuführen suchte, hatte die gewünschte Wir«kung; das Extemporiren ist auf ewig verboten; undda man den Impressarius wegen seines Pachckon-trakts nicht hindern kann, jemanden, wem er willdie Aufsicht zu geben ; so hat man mich zum Thea-tralcensor gesetzt. Dieser Vorfall ist in der Gecschichte der hiesigen Schaubühne wichtig i ich habesogleich ein tiomsmonÄ, wie die Censur einzurich-ten wäre, eingerichtet, welches vom Hofe mündlichschon genehm gehalten worden, worüber ich noch dieschriftliche Entschlüssunq erwarte. Ich sende es Ih-nen mit künftiger Post in Abschrift.

Die