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roch mehr Züchtigung verdienet: aber ich bin ein somitleidiger Narr daß es mir selber wehe thut: endlichist bey gewissen Leuten auch alle Züchtigung umsonst,und ich denke immer, wer nicht kleine Winke versteht,nimmtauch etliche blaue Flecke, die ihm gestoßen wer-den, für Scherz auf. Der Tod dee Herrn Abtsist ein wahrer Verlust für Deutschland . Er würdeuns Deutschen gewiß eine Bahn, hauptsachlich imhistorischen Felde, gebrochen haben, die wir noch nichtrecht finden können. Warum muß doch so ein Mannsterben, da em Gottsched sich und seinen Ruhm über-lebt hat — doch bs to )us ^5nss. Wiesehr wünschte ich Ihnen cm so glückliches »riumlit^ter.irium, daö Ihnen, wie Sie mir melden, hatt?werden können: Ihre Gesinnungen sind dießfallö edel:aber verdankt sie uns allezeit die Welt, oder würde sienicht dabey mehr gewinnen, als verlieren ? ich glausbe es kaum. Leben sie wohl, liebster Freund? Ichumarme Sie in Gedanken, und bin lebenslang:c.
Leipzig
t^ch statte Ihnen vielfältigen Dank für das neueStück Ihrer Bibliothek ab. Ich bewundereIhren und Ihrer Freunde Fleiß, und freue mich überdie schönen und lebhaften Kritiken, die gewiß zurAusbreitung des guten Geschmacks ein nicht gerin<-ges beitragen werden. In Ihrer Beurtheilung meinerkomischen Opern habe ich mir gefallen : denn wem
kam?