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nicht mein mitleidiges Herz bisweilen für die Verfas-ser spricht, dafür will ich nicht stehen. Ich macheimmer einen Unterschied unter alten verstockten Sün>dern, und unter jungen Leuten, denen die Hoffnungeines kleinen Gewinstes, ode^ die Dürftigkeit eine Ar»beit abgelocket, der sie nicht gewachsen waren: denletztem, so wenig ich ihre Fehler verbergen werde,wünsche ich doch nicht den Muth ganz nieder zu schla«gen, sie müßten denn keine menschliche Vernunft ha»den: ich bin auch ein junger Autor gewesen, undweiß, daß, wenn sich sonst ein dienstfertiger Buch»handler hatte finden wollen, ich im 17cm Iahreal»leö, was ich niedergeschrieben, hatte drucken lasten:wollte Gott ! daß mich nichts reuen dürfte, was ichißt schreibe. Sie haben mir durch Ihren Lobspruchüber meinen neuen Beytrag zum Theater viel Mutheingeflößt, und ich werde stolz darauf seyn, wenn Sienach einer genauern Prüfung bey Ihrem Ansprüchebeharren I auch würde ich nicht unzufrieden seyn ,wenn Ihre mir unschätzbare Freundschaft einigen An-theil daran hatte 1 inzwischen sollen Sie der kritischenGerechtigkeit doch nichts vergeben, und Ihr Tadelauch wird Ehre und Vortheil für mich seyn : es istein Unglück für mich, daß ich bey meinen übrigenGeschäften nicht des Horaz nonmn xremsrur in an-num beobachten kann denn die leßte Auöseilungmuß ich allezeit aufgeben. Ich freue mich sehr,daß Sie in Ansehung Winkelmanns Buche vonder Allegorie mit mir einig sindvon einem Werke,daran er über zehn Jahre gearbeitet und gesammeltzu haben vorgiebt, hatte ich mir mehr versprochen;
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