„schlössen: sie trieben keine Handlung zu Wasser oder zu„Lande, außer das wenige, was zu Salomons Zeiten„mag geschehen seyn: ihre Schriften waren unter ihnen„selbst ganz selten, und andern nicht allein in der Hebräi-„sehen Sprache, sondern auch in der nachher gemachten„Griechischen Uebersetzung unverstandlich. Nimmt man„denn auch dazu an, daß die Haupt - Sache der Offenba-rung bey ihnen unter dem Schatten der Ceremvnieen„versteckt gewesen, so daß sie zuletzt denen Juden selbst„unbekannt oder von ihnen verkehrt verstanden worden:„wie wollte doch durch dieses Volk die Offenbarung vffen-„bar und allgemein werden? Bor Alexandri M. Zeiten„hat niemand, außer etwa die nächsten Nachbaren, ge-„wußt, daß Juden, Zsraeliten oder Hebräer in der Welt„wären. Und da sie zerstreuet in der Welt herum liefen,„waren sie wegen der Befchneidung, Armuth, Unwissen-heit, Unart, Lügen, Betrug und wunderbaren Gebräu-„che ein Gelachter, Verachtung und Scheusal aller Men-schen geworden, so daß sie die allerungeschicktestcn auf„der Welt waren, von denen vernünftige Menschen eine„Offenbarung als göttlich und glaubwürdig hätten anneh-^,men können. Summa, wenn wir das alles, was et-„wa vor Christi Ieit einige unter den Juden von der Of-fenbarung geglaubt, zusammen nehmen, so ist es gegen„die übrige Anzahl des Volkes selbst, und noch mehr ge-,,gen das übrige ganze menschliche Geschlecht für nichts zu„achten. Und daher bleibt uns nur ein Viertheil deS„menschlichen Geschlechts nach Christi Geburt übrig, das„in Erwägung zu ziehen wäre.
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