„Meilen können getrieben werden? Da die Natur und„Erfahrung lehret, und die Schrift selbst bemerket, daß„das Vieh gar langsam will getrieben seyn. Die Israe-„liten hatten zu dem keine Pferde bey sich, wie die ganze„Geschichte weiset, und mußten also ihre Last-Wagen„mit Ochsen bespannen. Eine solche Ochsen? Post dringt„wenigstens vier Stunden auf eine Meile zu. Wenn„wir nun auch die Fütterung und alle Hindernisse des„Bodens wegnehmen wollten, so würde doch ein jeder Wa-„gcn nicht unter i z Stunde» zur Stelle kommen; und„wenn einer auf den andern warten müßte, wie ja nollz-„wendig ist, so würde allein der Zug, von etlichen tau- '„send Wagen mit Ochsen bespannet, ganze Wochen Zeit„erfordern. Sind denn auch keine Kranke, Kröppel,„j,ahme. Blinde, Schwangere, Abgelebte in einer An-„zahl von ^000000 Menschen gew.sen? und haben die„mit den streitbaren Mann rn in gleicher Geschwindigkeit„fortkommen können? Gesetzt, man harte durch ein uner-„hörrcs und ganz unglaubliches Wunder von allen diesen„menschlichen Schwachheiten bey den Israeliten nichts ge-„wußt: so waren doch etliche 100000 Kinder bey dem„Volke, welche theils mußten getragen werden, und also„daS Gehen den Müttern desto saurer machten; oder,„wenn sie ja schon zu laufen vermögend waren, doch ei-„nen so weiten Weg nicht aushalten konnten. Nun las-„set uns dabey den unwegsamen Meeres-Boden, den„Schlamm, das Moos, den Sand, die Znsuln, die„Klippen, die Stauden und Corallen, die Höhen und„Tiefen bedenken, die allenthalben im Wege stehen. Wir»,haben eine finstere Nacht vor uns, da man bald auf
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