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,,schcn als einen Hauch, der wieder in die Lust verflad-„dert, so wie der leib in der Erde vermodert. Der„Mensch ist also, nach seiner Beschreibung ganz und gar„Materie, verweSlich und sterblich. Und daher rechnet„ers in seinem Gesetze unter die abergläubischen Hand-„lungeu, wenn einer die Todten fragt: »emlich, weil die„Todten nicht mehr sind, nicht mehr leben, oder wieder„aufstehen werden, und also auch keine Antwort geben,,können : eben so wenig als Wahrsager, Zeichendeuter„oder Tagcwahler etwas von den Dingen, darum sie ge-fragt werten, wissen.
§§. ,,So reden und schreiben auch die Hebräer von„dem Zustande der Verstorbenen. Das kluge Weib von„Tekoah sagt zum Könige David: wir werden ge--„wiß sterben, und werden seyn, wie das rvasser,„das in die »Lrdc verjchicufr, 0as man nicht wie-„der samm>cn k»nn. Hiob sagt zu Gott : Meine„Tage vergehen ohne Hoffnung. Gedenke, daß,,mein L.eben ein LVind ist, und meine Augen„nicht Niederkommen werden, zu sehen das Gu-,.re, und daß mich auch das scharfftchrigsteAuge„nicbr mehr sthcu wird; ja wenn auch deine 2lu«„gen nach mir sehen werden, so werde ich nicht„mehr seyn. lLine VOolke vergehet und fahret„dahin: also, wer in das Grab hinunter fahret,„kömmr nicht wieder herauf. Welche Worte nicht„bloß in Absicht auf dieses i.cben geredet seyn können,„weil er sagt, daß wenn auch Gottes scharfsichtige Au-„gen nach ihm sehen wollten, so sey er doch nicht mehr.„Hätte er geglaubt, nach dem Tode mit seiner Seelen
„vor