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,,"Darauf ward nach Ueberlcgung der Sache diese Ent»„"schliessung gefasset: Sie gaben den Kriegs - Knechten„"Pilati, die das Grab gehütet hatten, Geld genug, daß„"sie sagen sollten, Jesus Jünger waren des Nachts ge-„"kommcn, und hätten den Leichnam gestohlen, als sie ge«./'schlafen. Wenn dieses ja, sagten die Priester, bey„"dem Landpfleger Pilato auskommen sollte, daß ihr ge-„"schlafen, so wollen wir Juden ihn schon befriedigen,„"daß euch deswegen keine Strafe widerfahren soll. Al-„"so nahmen die Hüter das Geld, und thaten, wie sie„"gelehrct waren. Daher ist die Rede, daß Jesus Jün-,,"ger seinen Leichnam des Nachts gestohlen, bey denJu-,,"den ausgekommen, und wahret bis auf den heutigen.."Tag.
§§. „So weit gehet die Erzählung Matthaei, die ge-„w!ß eine Sache von der größten Wichtigkeit enthält.„Denn, wenn das in der That geschehen wäre, so würde„es eine innere Ueberführung von der Wahrheit der Auf-„erstehung Jesu, sowohl bey den Juden als Heiden dama-„liger Zeit, haben wirken können: und die Apostel hätten,„zum Beweise ihres Zeugnisses fast nichts anders ge-„braucht, als sich auf diese Stadtkündige Begebenheit„allenthalben zu berufen, oder sich wol gar von Pilato„Brief und Siegel über die durch Hüter bis in den drit-„tcn Tag geschehene Bewahrung des Grabes auszubit-,'ten, hienachst aber bey demselben auf eine schärfere und„peinliche Befragung der Hüter über das, was ihnen be-,,gegnet sey, äußerst zu dringen: damit sie sich sowol„selbst von dem aufgebürdeten Betrüge retten, als auch„die Wahrheit bey allen und jeden überzeuglich darlegen,
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