„und das Hinderniß, so die Verleumdung ihnen in den„Weg geworfen, wegräumen mögten. Wie ist denn nun„mit der Wahrheit dieser Geschichte zusammen zu rei-„inen, daß außer dem Matthäus kein einziger Evange-list in seinen Berichten, kein einziger Apostel in seinen„Briefen, derselben irgend die geringste Erwähnung thut;„sondern Matthäus mit seiner so wichtigen Erzählung,„von aller andern Zeugnisse verlassen, ganz allein bleibet?„Wie kann es mir der Wahrheit dieser Geschichte beste-„hen, daß sie k<in einziger Apostel oder Jünger, vor Jü-dischen oder Römischen Gerichten, oder vor dem Volke„in Synagogen und Häusern, zur Ueberführung der„Menschen, und zu ihrer eigenen Verantwortung jemals„gebrauchet? Nach Matthai Erzählung halten ja die os„bersten Priester den Bericht der Hüter, uud folglich die„wunderbare Eröffnung des nunmehro ledigen Grabes„Jesu, allen AeKesten des ganzen hohen Ralhs mitge-theilt, und mit ihnen sich besprochen, wie das gestrichene„zu unterdrücken und zu vermänteln seyn mögre. Dem-„nach wußten und glaubten alle sievenzig Mitglieder des„hohen Raths, daß es sich in der That so verhielte, wie„die Apostel predigten: und es war kein anderweitiger».Beweisgrund zu erdenken, der in den Beysitzern des„Synedrii mehr innere Ueberführung und Beschämung„hätte wirken können, als dieser, wenn sich die Apostelauf des Synedrii eigene sorgfältige Bewachung des Gra-,,bes, und das was ihnen die Wächter selbst von dem„Geschehenen ausgesagt, und was also einem jeden sein„Gewissen zeugen würde, bezogen hätten. Wenn also„Petrus , wenn Paulus, wenn andere, über dnö Be-kenntniß
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Zur Geschichte und Litteratur : aus den Schäzen der Herzoglichen Bibliothek zu Wolfenbüttel / von Gotthold Ephraim Lessing
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440
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