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»,ber, ja sichtliche und offenbare Erscheinung so lange m„Zweifel ziehen: und wir sollten nicht befugt seyn, die„Wahrheit ihrer schriftliche» Nachrichten, worauf wir al-„les müssen ankommen lassen, so ferne zu prüfen, daß„wir sehen, ob ihr Zeugniß übereinstimme? Nein, wir»»haben schor, gar zu viele vorhergehende Beweise in Han-„den, damit sich ihr neues nach Jesu Tode erfundenes„Systema verrathen, als daß wir ihnen in der Haupt -„Sache, worauf ihr ganzes Systema gebauet ist, nicht„genau aufmerken sollten»- SftK «pA» - - k/ -..',»-'
§§. „Das erste, was wir bey der Zusammenhaltung„der vier Evangelisten bemerken, ist, daß ihre Erzählung„fast in allen und jeden Puncten der Begebenheit, so sehr„von ein ander abgehet, und immer bey dem einen anders„lautet, wie bey dem andern. Ob nun gleich dieses un-mittelbar keinen Widerspruch anzeiget, so ist es doch„auch gewiß keine einstimmige Erzählung, zumahl da sich„die Verschiedenheit in den wichtigsten Stücken der Be-gebenheit äusscrt. Und bin ich gewiß versichert, wenn„heutiges Tages vor Gerichte über eine Sache vier Jeu^„gen besonders abgehörer würden, und ihre Aussage wä-„re in allen Umstanden so weit von einander unterschie-„den, als unsrer vier Evangelisten ihre: es würde we,„nigstens der Schluß herauskommen, daß auf dergleichen„variirendcn Zeugen Aussage nichts zu bauen sey. Hier„kommt es auf die Wahrheit der Auferstehung Jesu an,„und so fern diese aus der bloßen Aussage von Zeugen„sollte beurtheilet werden, so ward in ihrem Zeugnisse ei«„ne Uebereinstimmung erfordert, wer ihn gesehen, wo
„und