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„sprochen hätte, und hernach verschwunden wäre, glaub/„ten sie ihnen auch nicht. Als Jesus schon allen Zün-„gern erschienen war, wollte es doch Thomas auf ihr„Wort nicht glauben, bis er seine Hände in Jesu Nägel-„mal und Seite gelegt hätte. Ja, wie ihnen Jesus er-schien in Galiläa, welches, nach Zohannis Aussage,„schon das drittemal war, daß Zesus sich den sämtlichen„Aposteln offenbaret, so waren noch etliche unter ihnen,„die da zweifelten. Sind nun die sämtlichen Apostel, die„doch Zesus vorgängige Wunder und Verkündigung gest-ehen und gehöret hatten, und ihn nun zum öftern klar„und deutlich vor Augen sahen, mit ihm redeten und,,aßen. ihn befühlten und betasteten, dennoch in einer so„wichtigen Begebenheit voller Unglauben und Zweifel ge-^wcsen: wie viel weniger ist es uns heutiges Tages zu„verdenken, daß wir eine Weile ungläubig sind und zwei-feln: da wir von allen diesem mit unsern Sinnen gar„keine Erfahrung bekommen, sondern alles nach 1700„Iahren aus den Urkunden einiger wenigen Zeugen ho-„len müssen. Und da ist das einzige, was uns jetzt ver-nünftiger Weise zu thun übrig bleibt, daß wir, in Er-„mangelung eigener Erfahrung, erwägen, ob die uns„überbliebene Zeugnisse übereinstimmen. Ooer wollen et>^roa die Evangelisten und Apostel mit ihrer Behutsam-keit so viel sagen (wie es fast scheinet): Wir haben die„Auferstehung Zesn so genau untersuchet, als immer ein„Ungläubiger und Zweifler thun kann: so könnet ihr unS„nunmehr ohne neue Untersuchung und Bedenken sicher„trauen? Gewiß, dieses wäre eine unbillige Forderung.„Sie selbst wollten ihres Meisters Verkündigung, Wun-
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