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„sehen bekömmt, und alsdnm nicht von ihnen, sondern„von Zesu selbst erfahret, daß er lebe?
§§. ..Der sechste Widerspruch ist zw schen Matthäo,,und Johanne, und bestehet darinn, daß Jesus , nach„Aussage des Matrhai, der Maria Magdalena auf dem„Wege nach der Stadt, nach Iohannis Aussage aber,„vor der Thüre des Grabes erschienen seyn soll. Wenn„wir die Ausdrückungen des Matlhai ansehen, so erhel-let, daß Maria mit ihren Gefehrten schon weit von dem,,Grabe muß weg gewesen seyn. Sie gingen gescbrvM-»,de aus dem Grabe, mit Furcht und großer Freude,„und i:efen, es den Züngern zu verkündigen. Indem„sie aber so fort Xvanderren, siehe , da kam ihnen Ze-„sus entgegen. Allein beym Johanne Heisset es:„Maria stund ror dun Grabe; und weinete draussen»„In diesm Weinen bückr sie sich und sicher ins„Grab hmem, und wird zween Engel gewahr, die„darinn sitzen, und zu ihr sagen: Weib, was weinest du?„Ach! sagt sie, daß sie meinen Herrn weggenommen ha-„ben, und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben.„Indem sie dieses fagr, sieher sie sich um, und„sicher Jesum stehen, welcher gleichfalls zu ihr spricht:„Weib, was weinest du? Nun sage man mir doch, wie„es möglich sey, daß Maria zugleich gehen und eilig„laufen; zugleich vor dem Grabe stehen und da im Um-,.sehen Jesum, hinler sich stehend, erblicken, und doch„weit vom Grabe, auf dem Rückwege, Jesum, ihr entge-gen kommend, sehen kann? Es ist mir schon, bey mehr„als einer Stelle dieser Untersuchung, die Historie von„der Susanna eingefallen; hier aber schicket sie sich be-
„sonders