Wie nahe unser Verfasser dem Ideale eines echtenBestreiters der Religion gekommen, läßt sich aus diesenFragmenten zwar einigermaaßen schließen, aber nichthinlänglich erkennen. Raum genug scheinet er mit seinenLaufgräben eingenommen zu haben, und mir Ernst geheter zu Werke. — Möchte er bald einen Mann erwecken,der dem Ideale eines echten Vertheidigers der Religionnur eben so nahe käme!
Und nicht diesem Manne vorzugreifen, sondern blosurtheilen zu lassen, wie vieles nun Er erst zu sagen ha-ben würde, und hiernächst dem ersten Panischen Schrek-ken zu steuren, das einen kleinmüthigen Leser befallenkönnte, eile ich, jedem Fragmente insbesondere einigeGedanken beyzufügen, die sich mir aufgedrungen haben.Wenn ich aber damit mehr thne, als ich gleich anfangsthun zu dürfen um Erlaubniß bat, so geschieht es, weilich den Ton der Verhöhnung verabscheue, in den ich leichtfallen könnte, wenn ich nur jenes thun wollte. Freylichgiebt es der Männer genug , welche itzt die Religion sovertheidigen, als ob sie von ihren Feinden ausdrücklichbestochen wären, sie zu untergraben. Allein es wäre Ver-leumdung der Religion, wenn ich zu verstehen gebenwollte, daß gleichwol diese Männer nur noch allein vordem Riß stünden. Ja woher weiß ich, ob nicht auch dieseMänner die besten Absichten von der Welt haben? Wanns!e nicht ihre Absichten schützen sollen, was wird michschützen, wenn ich das Ziel eben so weit verfehle?
s. Das