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§. 12.
Durch die Wunder, mit welchen er es aus Ae-gypten führte, und in Kanaan einsetzte, befugte er sichihm gleich darauf als einen Gott, der mächtiger sey,als irgend ein andrer Gott.
§. i z.
Und indem er fortfuhr, sich ihm als den Mächtig-sten von allen zu bezeugen — welches doch nur einerseyn kann, — gewöhnte er es allmälig zu dem Begriffedes Einigen.
§- i4.
Aber wie weit war dieser Begriff des Einigen,noch untcr dem wahren transcendentalen Begriffe desEinigen, welchen die Vernunft so spät erst aus demBegriffe des Unendlichen mit Sicherheit schliesset lernen!
§ -s.
Zu dem wahren Begriffe des Einigen — wennsich ihm auch schon die Beffrern des Volks mehr oderwen-ger näherten — konnte sich doch das Volk langenicht erheben: und dieses war die einzige wahre Ur-sache, warum es so oft seinen Einigen Gott verließ, undden Einigen, d. i. Mächtigsten, in irgend einem an-dern Gotte eines andern Volks zu finden glaubte.
§. 16.
Ein Volk aber, das so roh, so ungeschickt zu ab-gezognen Gedanken war, noch so völlig in seiner Kind-heit war, was war es für einer moralischen Erziehungfähig? Keiner andern, als die dem Alter der Kindheitentspricht. Der Erziehung durch unmittelbare sinnli-che Strafen und Belohnungen.
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