230
Die griechische Kirche besitzt in Rußland bei 35,000 Kirchen und über 9,000 Kapel-len, dann 387 Mönchsklöster, wovon 2 t Archimandriten (Aebte), 58 Hegumenen(Priore) und kie übrigen 308 einen Stroitel oder Superior zum Vorsteher habe», allezusammen aber von 6,660 Profeß - Mönchen und 2420 Novizen, zusammen also von9080 Mönchen bewohnt sind. Nonnenklöster gibt eS 110, mir 3314 Nonnen und3086 Novizinnen, zusammen 6490, worunter 9 Aebtissiunen. Der gestimmte Secular-KlernS beträgt 117,000 active Mitglieder, und mit den Sängern und Socristancn,welche jedoch nicht ordinirt sind, 220,000, wozu noch 330.000 Frauen unv Kinderder Geistlichen kommen. Der NegnlarllcruS begreift über 15,000 Mönche und Nonnenin sich, während eS im Lande noch beiläufig 80,000 Pcnsioinrtc uud außer Dienstversetzte Geistliche gibt. Die Bildung der russisch -griechischen Geistlichen wird von 4geistlichen Akademien, 45 Eparchial-Priester-Seminarien und 1440 minderen geistlichenSchulen besorgt, erstreckt sich jedoch nickt sehr weit, indem sich die meisten Priesterund Diaconen blsß mit der Auöspendnng der Sacrameute unv der Feier dcö Gottes-dienstes begnügen, auf alle lehrende Thätigkeit, theils aus Unwissenheit, theils ciuSTrägheit, theils wegen der 'Kärglichkeit ihres GehnlicS auf anderweitigen Nebenerwerbdurch Ackerbau, Handel oder Handarbeit angewiesen, Verzicht leistend.
Die Metropoliten , Erzbischöfe uud Vischöse der griechischen Kirche rcsidiren infolgenden Orten. Metropoliten von: Moskwa, Nowgorod, St. Petersburg, Kiew ,Kasan und Swijaschk mit Sibirien, TobolSk , Grusien oder Georgien mit dem Titelvon Signachct, Kisich zn Tiflis, Warschau und Nowogeorgieivsk. Erzbischöfe von:Gori (in Grusien), Jmerethien (zu Mzechtha), Mingrelicn, Astrachan und Kawkas,JSrvSlaw, Riga, Rjaesan, Twer, Cherson und Taurtta zu Odessa, Wilna (f. Li-thauen), Czernigow uud Neschiu, Kischcncw, Olonek, Jrkuy, Kursk und Bclgorod,Polock, Worouesch und CzerlaSk, Perm, Orel, Kamtschatka (zu Pctro Pcuvlowsk),Karthli (in Georgien), JekatherinoSlaw, Mvhilew und WitepSk, AiinSk und Litow.ök,Podolien (zu Halicz), Nowoczerkask, Rostow, Archangelsk. Bischöfe von: Kaluga und BorowSk, Smvlensk und Dorogobusch, Nischnynowgorod, Wladimir , SuSdaluud Brzccz, Wologda, Tula, Wjaelka, Kolonien, Kostroma , Tamdow, Pulrawa,Volbyuicn, Tomsk, Pensa, Saratow, Slobodök, Ukraine , Orenbur.i, Simbirök,Charkow , PcrcjaSlow und Borispole, PulluSk, Ärsamas, Bjclew, BrianSk, Schi-tomyr, SscwSk, Ustjugweliki, Peremischl, Luck uud Ostrog, Lilthauen, Vicar vonWilna (zu Grodno ); Weißrußland, Vicar von Liefland (znTurow); Poezajcw, Vicnrvo» Wilna; Pleskow, Vicar von Kurland; Stariza, Vicar von Twer ; Neval, Vicarvon Petersburg; Dmitrow, Vicar von MoSkwa; Starurnssa, Vicar von Nowgorod ;Tschigirin, Vicar von Kiew .
Es ist bekannt, daß seit der durch den Patriarchen Nikon im 17tcn Jahrhun-derte vorgenommenen durchgreifenden Verbesserung der russischen in all-slavonischerSprache geschriebenen liturgischen Bücher, sich eine große Anzahl Russen von dervrihodoren Kirche lossagten und eigene Sccten bildend auf der Base des Irrthumsunaufhaltsam vorschreiteud sich immer mehr spalteten, und nunmehr in Irrthum, Un-wissenheit und Nohheit versanken. Wollte man alle in der russischen Kirche entstan-denen Secten zusammenrechnen, man brächte wohl 200 zusammen, so aber muß mansich begnügen, die Namen der noch vorhandenen kennen zu lernen, uud zwar bloß dieNamen, denn viel, wenigstens viel gewisses weiß man nur von sehr wenigen. ESsind deren noch jetzt 20 — 30 vorhanden, denn obgleich schon sehr viele entstanden,gingen doch auch schon sehr viele unter, und verschwanden spurlos, bei angestrengterArbeit konnte ich nur die nachbenannten entdecken:
1. PrawoSlawnyi, Starowerzi oder Starobrodzi ^ ^ ^ ^ ..^
2. Starodubowzl l > .
3. Jew.ew.schin zahlte' -'.cht ord.n.rte
4. Peremasauow.schini oder Jorschenzii 1 °^ Ranguntersch.ed.
5. Akulinowtschini
6. Nowoschenii